Eurozone: Inflation im März bei 1,5%


20.04.17 08:40
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat gestern die Schnellschätzung zur Entwicklung der Teuerung in der Eurozone für den Berichtsmonat März bestätigt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Demnach habe die Jahresrate der Konsumentenpreise bei 1,5% (Februar: 2,0%) und damit wieder klar unter der Zielmarke der EZB gelegen. Niedrigere Energie- und Nahrungsmittelpreise im Jahresvergleich sowie der gegenüber 2016 spätere Ostertermin hätten zu dieser Entwicklung beigetragen. Zwar dürfte es im April aufgrund der angeführten Feiertage noch einmal zu einem Anstieg der Inflationsrate kommen, per saldo zeige der Blick auf die niedrige Kernrate (März: 0,7%) aber, dass der Preisdruck im gemeinsamen Währungsgebiet nicht nachhaltig anziehe und im Jahresverlauf 2017 nicht mit einem Überschießen der allgemeinen Inflation zu rechnen sei.

In den USA habe das Beige Book zum Ausdruck gebracht, dass sich die Konjunktur in allen zwölf FED-Regionen moderat positiv entwickelt habe. Dies gelte auch in vielen Wirtschaftsbereichen für den Arbeitsmarkt und die Löhne, gleichzeitig bleibe der Preisdruck überschaubar. Per saldo würden die Daten auf eine Fortsetzung des graduellen Zinserhöhungszyklus der FED schließen lassen. (20.04.2017/alc/a/a)