Eurozone: Inflation im Fokus


04.02.25 08:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - In der Eurozone dürfe in dieser Woche die wichtigste Datenveröffentlichung der vorläufige Verbraucherpreisindex (VPI) der Eurozone für Januar sein, so die Analysten von Postbank Research.

Die Dezember-Daten hätten einen unerwünschten, aber erwarteten Anstieg bei der Gesamtinflation gezeigt. Sie habe sich vor allem aufgrund höherer Energiekosten auf 2,4% ggü. Vorjahr beschleunigt (November: 2,2% ggü. Vorjahr) und habe den höchsten Stand seit Juli 2024 erreicht. Die Kerninflation sei unverändert bei 2,7% ggü. Vorjahr geblieben. Die Konsensprognosen würden auf einen Anstieg der Gesamtinflationsrate auf 2,5% ggü. Vorjahr und einen Rückgang der Kerninflationsrate auf 2,6% ggü. Vorjahr hindeuten. Außerdem werden wir heute und am Mittwoch die endgültigen HCOB-Einkaufsmanagerindizes für Januar erhalten, so die Analysten von Postbank Research. Die vorläufigen Zahlen würden einen Anstieg des umfassenden Index auf 50,2 im Januar zeigen. Damit befände sich der Index zum ersten Mal seit August 2024 im Expansionsbereich.

Am Mittwoch werde der Produzentenpreisindex (PPI) der Eurozone für Dezember veröffentlicht, der sich mit 18 aufeinanderfolgenden Monaten negativer Veränderungen ggü. Vorjahr eindeutig auf deflationärem Kurs befinde. Zu guter Letzt würden am Donnerstag die Einzelhandelsumsätze für Dezember bekannt gegeben werden.

Nach der weithin erwarteten Zinssenkung der EZB um 25 Basispunkte in der vergangenen Woche dürften die Marktteilnehmer die Inflationsentwicklung genau beobachten. Die große Frage sei, in welchem Umfang die EZB die Zinssätze noch senken werde, zumal die Kerninflation weiterhin deutlich über 2% liege. (Ausgabe vom 03.02.2025) (04.02.2025/alc/a/a)