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Eurozone: Gibt die Mai-Inflation der EZB den Rest?
03.06.14 11:33
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - So langsam wird es ernst für die EZB, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Würden nach den Andeutungen zahlreicher Währungshüter, dass die Notenbank bereit sei für weitere Expansivmaßnahmen, in dieser Woche tatsächlich Taten folgen? Die Märkte dürften den letzten Konjunkturzahlen in der Eurozone, kurz bevor am Donnerstag der Vorhang für Mario Draghi gelüftet werde, nun erhöhte Aufmerksamkeit zukommen lassen. Das gelte in besonderem Maße für die heute anstehende Inflation, die bereits in den vergangenen Monaten nahezu konsequent auf der Unterseite überrascht habe.
Auch im Mai sei die Chance groß, dass die Konsens- und HSBC-Erwartung einer unveränderten Jahresteuerung von 0,7 % unterschritten werde, nachdem die deutsche Inflation im Mai trotz der soliden Konjunkturerholung überraschend auf den tiefsten Stand seit gut vier Jahren abgerutscht sei. Zwar richte sich die Entscheidung der EZB vor allem nach den Erwartungen über die mittelfristige Preisentwicklung - weswegen in besonderem Maße die neuen Inflationsprognosen im Fokus stehen würden -, die aktuellen Zahlen zur Teuerung dürften aber dennoch die Angst der Währungshüter befeuern, dass die Preise für einen längeren Zeitraum auf einem niedrigen Niveau verharren würden.
Öl ins Feuer würden in diesem Zusammenhang auch nochmals die Daten zum Arbeitsmarkt in der Eurozone zu geben drohen. Nachdem sich zum Jahreswechsel leichte Besserungstendenzen abgezeichnet hätten, sollte die Arbeitslosenquote im April bereits den vierten Monat in Folge unverändert bei 11,8% verharren - kein Umfeld, in dem Arbeitnehmer höhere Lohnforderungen durchsetzen könnten und somit mittelfristig zu einem Anziehen der Inflation beitragen würden.
Selbst in Deutschland, wo der Arbeitsmarkt beinahe im krassen Gegensatz zu dem des restlichen Währungsraums stehe und wo durchaus beachtliche Tariflohnerhöhungen hätten durchgesetzt werden können, halte sich die Kostenüberwälzung bisher offensichtlich in Grenzen. Per saldo sollte am Donnerstag bei der EZB mindestens die Reduzierung des Leitzinses und die Einführung eines leicht negativen Einlagesatzes auf der geldpolitischen Agenda stehen. (03.06.2014/alc/a/a)
Würden nach den Andeutungen zahlreicher Währungshüter, dass die Notenbank bereit sei für weitere Expansivmaßnahmen, in dieser Woche tatsächlich Taten folgen? Die Märkte dürften den letzten Konjunkturzahlen in der Eurozone, kurz bevor am Donnerstag der Vorhang für Mario Draghi gelüftet werde, nun erhöhte Aufmerksamkeit zukommen lassen. Das gelte in besonderem Maße für die heute anstehende Inflation, die bereits in den vergangenen Monaten nahezu konsequent auf der Unterseite überrascht habe.
Öl ins Feuer würden in diesem Zusammenhang auch nochmals die Daten zum Arbeitsmarkt in der Eurozone zu geben drohen. Nachdem sich zum Jahreswechsel leichte Besserungstendenzen abgezeichnet hätten, sollte die Arbeitslosenquote im April bereits den vierten Monat in Folge unverändert bei 11,8% verharren - kein Umfeld, in dem Arbeitnehmer höhere Lohnforderungen durchsetzen könnten und somit mittelfristig zu einem Anziehen der Inflation beitragen würden.
Selbst in Deutschland, wo der Arbeitsmarkt beinahe im krassen Gegensatz zu dem des restlichen Währungsraums stehe und wo durchaus beachtliche Tariflohnerhöhungen hätten durchgesetzt werden können, halte sich die Kostenüberwälzung bisher offensichtlich in Grenzen. Per saldo sollte am Donnerstag bei der EZB mindestens die Reduzierung des Leitzinses und die Einführung eines leicht negativen Einlagesatzes auf der geldpolitischen Agenda stehen. (03.06.2014/alc/a/a)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


