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Eurozone: Gesamtinflation und Kernrate unverändert erwartet
31.07.17 08:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die bereits veröffentlichten vorläufigen BIP-Zahlen für das zweite Quartal sind zumeist so ausgefallen wie von den Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI) prognostiziert und bestätigen alles in allem die Annahme einer weiter an Stärke gewinnenden Konjunktur in der Eurozone.
So habe die Zuwachsrate des realen BIP in Spanien von 0,8% p.q. auf 0,9% p.q. zugelegt. Die spanische Wirtschaft sei damit auf Kurs, 2017 um mindestens 3% p.a. zu wachsen. Auch wenn sich die Analysten der RBI vor dem Hintergrund der erfreulichen Entwicklung der französischen Industrie- und Bauproduktion einen stärkeren Anstieg des BIP in Frankreich erhofft hatten, ist der dritte Quartalszuwachs von 0,5% p.q. in Folge positiv zu werten.
In Österreich habe die Konjunktur im 2. Quartal abermals das Tempo erhöht. So habe sich der BIP-Quartalszuwachs gemäß vorläufiger Daten auf 0,8% p.q. belaufen (wie von den Analysten erwartet), das BIP-Wachstum im 1. Quartal sei zudem leicht nach oben revidiert worden. Wie schon im ersten Quartal sei die Konjunktur zwischen April und Juni sowohl von der Inlandsnachfrage als auch vom Außenhandel getragen gewesen. Besonders erfreulich hätten sich dabei die Ausfuhren entwickelt, die in den letzten Quartalen kontinuierlich Fahrt aufgenommen hätten. Vor dem Hintergrund der guten Konjunktur ist die aktuelle BIP-Prognose der Analysten der RBI von 2,2% für 2017 als Untergrenze anzusehen.
Mit der Schnellschätzung der Juli-Inflation (Mo.) und des Q2-BIP (Di.) für die Eurozone stünden die Datenhighlights der kommenden Tage gleich zu Wochenbeginn auf dem Programm. Gegenüber Juni erwarten die Analysten der RBI weder bei der Gesamtinflation (1,3% p.a.) noch bei der Kernrate (1,2% p.a.) eine Veränderung. Auch wenn die Gesamtrate in den kommenden Monaten aufgrund der Analysten-Annahme eines höheren Ölpreises nochmals etwas ansteigen sollte, bleibe der an der Kernrate gemessene zugrunde liegende Preisdruck weiterhin nur moderat.
Die vorläufige Veröffentlichung des BIP in der Eurozone für das zweite Quartal sollte den oben skizzierten Trend der einzelnen Euroländer widerspiegeln. Die Analysten der RBI rechnen daher mit einer abermals höheren Zuwachsrate im Vorquartalsvergleich, wobei der etwas hinter ihren Erwartungen zurückgebliebene Quartalszuwachs in Frankreich ein Abwärtsrisiko für ihre Prognose von 0,7% p.q. (Q1: 0,6% p.q.) bedeutet. Überdies seien die noch ausstehenden Länderveröffentlichungen (Italien, Spanien) der Einkaufsmanagerindices (PMI) für den Monat Juli erwähnenswert.
Nach drei Jahren Absenz habe Griechenland letzte Woche wieder eine Anleihe (Laufzeit 2022) am Primärmarkt platziert. Bei starker Überzeichnung seien EUR 3 Mrd. zu einer Rendite von 4,625% aufgenommen worden. Allerdings seien davon nur 50% frisches Kapital gewesen, beim Rest habe es sich um einen Anleihetausch gehandelt. Der Erfolg der Operation bestätige das aktuell positive Risikosentiment gegenüber europäischen Staatsanleihen. Für Griechenland stelle sie den ersten Schritt für die Zeit nach dem Rettungsprogramm (August 2018) dar. Die Frage der langfristigen Schuldentragfähigkeit bleibe jedoch aktuell. S&P habe letzte Woche den Ausblick für Griechenland allerdings von "stabil" auf "positiv" erhöht (Rating B-).(Ausgabe vom 28.07.2017) (31.07.2017/alc/a/a)
So habe die Zuwachsrate des realen BIP in Spanien von 0,8% p.q. auf 0,9% p.q. zugelegt. Die spanische Wirtschaft sei damit auf Kurs, 2017 um mindestens 3% p.a. zu wachsen. Auch wenn sich die Analysten der RBI vor dem Hintergrund der erfreulichen Entwicklung der französischen Industrie- und Bauproduktion einen stärkeren Anstieg des BIP in Frankreich erhofft hatten, ist der dritte Quartalszuwachs von 0,5% p.q. in Folge positiv zu werten.
Mit der Schnellschätzung der Juli-Inflation (Mo.) und des Q2-BIP (Di.) für die Eurozone stünden die Datenhighlights der kommenden Tage gleich zu Wochenbeginn auf dem Programm. Gegenüber Juni erwarten die Analysten der RBI weder bei der Gesamtinflation (1,3% p.a.) noch bei der Kernrate (1,2% p.a.) eine Veränderung. Auch wenn die Gesamtrate in den kommenden Monaten aufgrund der Analysten-Annahme eines höheren Ölpreises nochmals etwas ansteigen sollte, bleibe der an der Kernrate gemessene zugrunde liegende Preisdruck weiterhin nur moderat.
Die vorläufige Veröffentlichung des BIP in der Eurozone für das zweite Quartal sollte den oben skizzierten Trend der einzelnen Euroländer widerspiegeln. Die Analysten der RBI rechnen daher mit einer abermals höheren Zuwachsrate im Vorquartalsvergleich, wobei der etwas hinter ihren Erwartungen zurückgebliebene Quartalszuwachs in Frankreich ein Abwärtsrisiko für ihre Prognose von 0,7% p.q. (Q1: 0,6% p.q.) bedeutet. Überdies seien die noch ausstehenden Länderveröffentlichungen (Italien, Spanien) der Einkaufsmanagerindices (PMI) für den Monat Juli erwähnenswert.
Nach drei Jahren Absenz habe Griechenland letzte Woche wieder eine Anleihe (Laufzeit 2022) am Primärmarkt platziert. Bei starker Überzeichnung seien EUR 3 Mrd. zu einer Rendite von 4,625% aufgenommen worden. Allerdings seien davon nur 50% frisches Kapital gewesen, beim Rest habe es sich um einen Anleihetausch gehandelt. Der Erfolg der Operation bestätige das aktuell positive Risikosentiment gegenüber europäischen Staatsanleihen. Für Griechenland stelle sie den ersten Schritt für die Zeit nach dem Rettungsprogramm (August 2018) dar. Die Frage der langfristigen Schuldentragfähigkeit bleibe jedoch aktuell. S&P habe letzte Woche den Ausblick für Griechenland allerdings von "stabil" auf "positiv" erhöht (Rating B-).(Ausgabe vom 28.07.2017) (31.07.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 22.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


