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Eurozone: Geldpolitik muss noch wesentlich mehr Stimulus erzeugen als die FED


27.07.20 09:15
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Angesichts der vielfältigen Bedrohungen und globaler Risiken durch die Corona-Epidemie haben die internationalen Notenbanken alle Geldschleusen auf unbestimmte Zeit voll geöffnet, berichten die Analysten der National-Bank AG.

Die FED werde ihre Zinssätze auf die sehr lange Frist auf den aktuellen Niveaus bei 0,00% bis 0,25% belassen. Mit Blick auf den weiteren Kurs der EZB sei zu erwarten, dass die Geldpolitik für die Eurozone voraussichtlich noch wesentlich mehr Stimulus erzeugen müsse als die FED: Auf Basis der Erfahrungen der Finanzkrise stehe zu erwarten, dass die Erholung in Europa wesentlich zäher vonstatten gehe als in den USA. Dies gehe wiederum nicht zuletzt auf die mangelnde preisliche Flexibilität innerhalb der Währungsunion zurück, die die Anpassung an wirtschaftliche Schocks - ähnlich wie in der Finanzkrise - erheblich verzögere. (Ausgabe vom 24.07.2020) (27.07.2020/alc/a/a)