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Eurozone: EZB deutet potenzielle Zinspause an


14.03.25 09:07
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Gesamt-PMI stieg im Februar von 50,2 auf 50,5 Punkte undmverharrte somit in der Expansionszone, so die Analysten von Postbank Research.

Der Index der Industrie sei nur leicht von 46,6 auf 47,0 Punkte gestiegen und sei somit in der Schrumpfungszone geblieben, der PMI der Dienstleistungen sei ebenfalls geringfügig von 51,3 auf 51,5 Punkte geklettert.

Die Inflationsrate sei im Februar etwas geringer als erwartet von 2,5 auf 2,4% gesunken, die Kernrate von 2,7 auf 2,6 Prozent. Die Dienstleistungsinflation sei auf knapp unter 4% gesunken. Die Arbeitslosenquote habe im Januar auf dem Rekordtief bei 6,2% verharrt.

An den Swapmärkten werde eine weitere Leitzinssenkung für den 5. Juni mit 25 Basispunkten eingepreist und im Anschluss daran noch eine weitere bis Jahresende mit 75% Wahrscheinlichkeit.

Die EZB dürfte nun erst einmal abwarten, wie sich die Handelskonflikte und die voraussichtlich Anfang April anstehenden Zölle und Gegenzölle auf die Inflationsraten und die konjunkturelle Verfassung der Eurozone auswirkten. Sollten die geplanten fiskalischen Stimuli in Deutschland hinsichtlich Infrastruktur- und Verteidigungsprojekten beschlossen werden, sollte auch dies möglichen Inflationsdruck zur Folge haben.

Dies würden auch die Renditen signalisieren: Die Rendite zehnjähriger Bunds sei im Gegensatz zu den US-Renditen deutlich angestiegen, und zwar von 2,35% Mitte Februar bis auf 2,94% am 12. März. Auf Sicht von sechs Monaten sähen die Analysten die Rendite noch etwas höher als aktuell, nämlich bei 3,00%. (Zinsbulletin März 2025) (14.03.2025/alc/a/a)