Euroraum: Inflationsrate im Januar auf 1,4% gesunken


25.02.19 10:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate im Euroraum ist im Januar von 1,5% auf 1,4% gesunken, so die Analysten von Postbank Research.

Verantwortlich hierfür habe die Energiekomponente gezeichnet, deren Vorjahresrate im Zuge des zwischenzeitlichen Ölpreisrückgangs in den letzten Monaten immer weiter nachgegeben habe und im Januar "nur noch" bei 2,7% gelegen habe. Ein entgegengesetzter Impuls habe sich bei den Kernverbraucherpreisen ergeben. Vor allem aufgrund einer stärkeren Teuerung bei Dienstleistungen sei die Kerninflationsrate von 0,9% auf 1,1% geklettert.

In der Summe würden die Analysten davon ausgehen, dass die dämpfende Wirkung der Energiepreise in den kommenden Monaten sukzessive abnehme, da der Ölpreis nach seinem kräftigen Rückgang im vierten Quartal 2018 seit Jahresbeginn wieder gestiegen sei. Positive Impulse würden sie angesichts eines zunehmenden Lohndrucks am Arbeitsmarkt auch vonseiten der Kerninflation erwarten. Mit einem kurzfristigen, deutlichen Anstieg der Inflationsrate in die Nähe des EZB-Ziels von unter, aber nahe bei 2% sei aber gleichwohl nicht zu rechnen. (25.02.2019/alc/a/a)