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Euroraum: EZB signalisiert spätere Leitzinswende
10.08.21 08:50
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Nach einem Rückgang von 0,3 Prozent im ersten Quartal erholte sich die Wirtschaft in der EWU mit einem Zuwachs von 2,0 Prozent im zweiten Quartal unerwartet stark, so die Analysten von Postbank Research.
Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe habe sich im Juli zwar von 63,4 auf 62,8 Punkte verringert, signalisiere damit aber immer noch ein sehr kräftiges Wachstum. Auch das Pendant für den Dienstleistungssektor liege trotz eines Rückgangs mit aktuell 59,8 Punkten auf einem sehr hohen Niveau.
Die Inflation im Euroraum habe sich im Juli auf 2,2 Prozent erhöht, von 1,9 Prozent im Vormonat. Weitere Anstiege seien angesichts anhaltend hoher Energiepreise und einer starken Erholung wahrscheinlich. Die Kerninflation sei mit 0,7 Prozent noch sehr moderat, dürfte perspektivisch aber zulegen.
Die EZB habe die Ergebnisse ihrer neuen geldpolitischen Strategie veröffentlicht und die Marktorientierung für die künftige Entwicklung der Leitzinsen angepasst. Danach strebe sie nun ein symmetrisches Inflationsziel von zwei Prozent an. Eine Zinserhöhung solle erst dann erfolgen, wenn die Währungshüter eine Rückkehr der Inflation zum Zielwert deutlich vor dem Ende ihres Projektionszeitraums erwarten würden. De facto dürfte sich die Zinswende damit nach hinten verschieben.
Die Rendite zehnjähriger Bunds habe sich seit Anfang Juli deutlich reduziert, dürfte aber auf Sicht von sechs Monaten von aktuell -0,47 Prozent (Stand: 09.08.2021) auf 0,00 Prozent ansteigen. (Ausgabe Zinsbulletin August 2021) (10.08.2021/alc/a/a)
Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe habe sich im Juli zwar von 63,4 auf 62,8 Punkte verringert, signalisiere damit aber immer noch ein sehr kräftiges Wachstum. Auch das Pendant für den Dienstleistungssektor liege trotz eines Rückgangs mit aktuell 59,8 Punkten auf einem sehr hohen Niveau.
Die EZB habe die Ergebnisse ihrer neuen geldpolitischen Strategie veröffentlicht und die Marktorientierung für die künftige Entwicklung der Leitzinsen angepasst. Danach strebe sie nun ein symmetrisches Inflationsziel von zwei Prozent an. Eine Zinserhöhung solle erst dann erfolgen, wenn die Währungshüter eine Rückkehr der Inflation zum Zielwert deutlich vor dem Ende ihres Projektionszeitraums erwarten würden. De facto dürfte sich die Zinswende damit nach hinten verschieben.
Die Rendite zehnjähriger Bunds habe sich seit Anfang Juli deutlich reduziert, dürfte aber auf Sicht von sechs Monaten von aktuell -0,47 Prozent (Stand: 09.08.2021) auf 0,00 Prozent ansteigen. (Ausgabe Zinsbulletin August 2021) (10.08.2021/alc/a/a)
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