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Europäischer Rentenmarkt unter Druck
06.12.13 15:20
Weberbank
Berlin (www.anleihencheck.de) - Die US-Konjunkturdaten fielen insgesamt gut aus, so die Analysten der Weberbank.
Für positive Überraschung hätten die Einzelhandelsumsätze gesorgt, die trotz temporärer Schließung von Teilen der US-Behörden und einer schwächeren Verbraucherstimmung einen Anstieg verzeichnet hätten. Anscheinend würden sich die gestiegenen Aktienkurse, die Erholung der Immobilienpreise sowie der rückläufige Benzinpreis positiv auf die Konsumfreudigkeit der Verbraucher auswirken. Der amerikanische Konsument bleibe damit eine große Stütze für die Konjunktur.
Erfreuliche Zahlen seien auch vom Immobilienmarkt gekommen: Die Baubewilligungen seien auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren gestiegen, und auch die Immobilienpreise hätten weiter angezogen. Zentrales Thema sei der für heute angekündigte Arbeitsmarktbericht. Dann könnte sich entscheiden, ob die US-Notenbank (FED) bereits bei ihrer nächsten Arbeitssitzung am 17./18. Dezember mit dem Beginn des sogenannten "Tapering", der Rückführung der Anleihekäufe, beginnen werde.
Auch die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt habe sich zuletzt besser als von den Marktteilnehmern erwartet präsentiert. So seien im Durchschnitt der letzten drei Monate über 200.000 neue Arbeitsplätze pro Monat geschaffen worden. Sollte die Zahl der neu geschaffenen Stellen heute nicht höher ausfallen, steige aus Sicht der Analysten die Wahrscheinlichkeit für ein späteres "Tapering".
Auch die Konjunkturzahlen aus Europa hätten positiv überrascht. So hätten sich das Wirtschaftsvertrauen sowie das Geschäftsklima in Europa deutlich erholen können. Einzig das Konsumentenvertrauen habe sich im Oktober etwas eingetrübt, allerdings nach einer elfmonatigen Verbesserung.
Auch die Konsumfreudigkeit in Deutschland habe sich in den letzten Monaten stark verbessert. Vor allem die Wirtschaftserholung und steigende Einkommensaussichten würden die Konsumaktivitäten begünstigen und für eine anhaltend robuste deutsche Binnenkonjunktur sprechen. Insgesamt würden die Analysten davon ausgehen, dass sich die Konjunkturerholung in Europa weiter fortsetzen werde.
Der europäische Rentenmarkt habe vor allem aufgrund von Spekulationen über weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen und besseren Konjunkturdaten unter Druck gestanden. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe den Hauptrefinanzierungssatz aber unverändert bei 0,25 Prozent belassen. Der Ausblick auf unveränderte oder tiefere Leitzinsen sei bekräftigt worden, sodass Spekulationen hinsichtlich einer weiteren Zinssenkung erhalten bleiben würden.
Allerdings habe Notenbankchef Draghi auf der Pressekonferenz betont, dass viele der anvisierten Maßnahmen nur zu Extremsituationen passen würden, die derzeit nicht gegeben seien. Es scheine so, dass die Handlungsbereitschaft der EZB, neue Instrumente einzusetzen, kurzfristig gesunken sei. Angesichts des zuletzt leichten Anstiegs in der Inflationsrate im November, des anhaltenden Aufwärtstrends bei den Frühindikatoren sowie der erst kürzlich erfolgten Leitzinssenkung sei dies auch nicht verwunderlich.
Nachdem der deutsche Aktienmarktindex (DAX) sowie der amerikanische Dow Jones Index neue Jahreshöchststände erklommen hätten, hätten in den letzten Tagen Gewinnmitnahmen eingesetzt. Vor allem die Sorge vor einem vorzeitigen "Tapering" der US-Notenbank sei für die Kursrückgänge verantwortlich gewesen.
Zusätzlich belaste die schon euphorische Stimmung an den Aktienmärkten: Viele Stimmungsindikatoren wie z.B. von Sentix lägen bereits auf einem extrem hohen Niveau und würden kurzfristige Korrekturgefahren signalisieren. Die Grundstimmung an den Aktienmärkten sei aber nach wie vor optimistisch. Die Mehrzahl der konjunkturellen Frühindikatoren würden für eine Wachstumsbeschleunigung im kommenden Jahr sprechen. Dies sollte sich auch positiv auf die Unternehmensgewinne auswirken.
Die Mehrzahl der Analysten würden für die USA mit einem Gewinnwachstum von ca. 10 Prozent für 2014, für Europa sogar von rund 15 Prozent rechnen. Insgesamt würden die Analysten davon ausgehen, dass sich die derzeitige Konsolidierung an den Aktienmärkten noch weiter fortsetzen werde. Die Stimmung und technische Lage seien zu euphorisch und müssten erst wieder abgebaut werden. Danach sollte sich der Aufwärtstrend fortsetzen.
Die fortschreitende Erholung der Weltwirtschaft, die anhaltende Gewinntrends der Unternehmen, die weiterhin extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken (insbesondere EZB und Bank of Japan) sowie die immer noch fairen Bewertungen der europäischen und deutschen Aktienmärkte würden mittelfristig für weitere Kurssteigerungen sprechen. Aus technischer Sicht befinde sich der DAX weiter in seinem langfristigen Aufwärtstrend und signalisiere weiteres Potenzial. (06.12.2013/alc/a/a)
Für positive Überraschung hätten die Einzelhandelsumsätze gesorgt, die trotz temporärer Schließung von Teilen der US-Behörden und einer schwächeren Verbraucherstimmung einen Anstieg verzeichnet hätten. Anscheinend würden sich die gestiegenen Aktienkurse, die Erholung der Immobilienpreise sowie der rückläufige Benzinpreis positiv auf die Konsumfreudigkeit der Verbraucher auswirken. Der amerikanische Konsument bleibe damit eine große Stütze für die Konjunktur.
Erfreuliche Zahlen seien auch vom Immobilienmarkt gekommen: Die Baubewilligungen seien auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren gestiegen, und auch die Immobilienpreise hätten weiter angezogen. Zentrales Thema sei der für heute angekündigte Arbeitsmarktbericht. Dann könnte sich entscheiden, ob die US-Notenbank (FED) bereits bei ihrer nächsten Arbeitssitzung am 17./18. Dezember mit dem Beginn des sogenannten "Tapering", der Rückführung der Anleihekäufe, beginnen werde.
Auch die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt habe sich zuletzt besser als von den Marktteilnehmern erwartet präsentiert. So seien im Durchschnitt der letzten drei Monate über 200.000 neue Arbeitsplätze pro Monat geschaffen worden. Sollte die Zahl der neu geschaffenen Stellen heute nicht höher ausfallen, steige aus Sicht der Analysten die Wahrscheinlichkeit für ein späteres "Tapering".
Auch die Konjunkturzahlen aus Europa hätten positiv überrascht. So hätten sich das Wirtschaftsvertrauen sowie das Geschäftsklima in Europa deutlich erholen können. Einzig das Konsumentenvertrauen habe sich im Oktober etwas eingetrübt, allerdings nach einer elfmonatigen Verbesserung.
Der europäische Rentenmarkt habe vor allem aufgrund von Spekulationen über weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen und besseren Konjunkturdaten unter Druck gestanden. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe den Hauptrefinanzierungssatz aber unverändert bei 0,25 Prozent belassen. Der Ausblick auf unveränderte oder tiefere Leitzinsen sei bekräftigt worden, sodass Spekulationen hinsichtlich einer weiteren Zinssenkung erhalten bleiben würden.
Allerdings habe Notenbankchef Draghi auf der Pressekonferenz betont, dass viele der anvisierten Maßnahmen nur zu Extremsituationen passen würden, die derzeit nicht gegeben seien. Es scheine so, dass die Handlungsbereitschaft der EZB, neue Instrumente einzusetzen, kurzfristig gesunken sei. Angesichts des zuletzt leichten Anstiegs in der Inflationsrate im November, des anhaltenden Aufwärtstrends bei den Frühindikatoren sowie der erst kürzlich erfolgten Leitzinssenkung sei dies auch nicht verwunderlich.
Nachdem der deutsche Aktienmarktindex (DAX) sowie der amerikanische Dow Jones Index neue Jahreshöchststände erklommen hätten, hätten in den letzten Tagen Gewinnmitnahmen eingesetzt. Vor allem die Sorge vor einem vorzeitigen "Tapering" der US-Notenbank sei für die Kursrückgänge verantwortlich gewesen.
Zusätzlich belaste die schon euphorische Stimmung an den Aktienmärkten: Viele Stimmungsindikatoren wie z.B. von Sentix lägen bereits auf einem extrem hohen Niveau und würden kurzfristige Korrekturgefahren signalisieren. Die Grundstimmung an den Aktienmärkten sei aber nach wie vor optimistisch. Die Mehrzahl der konjunkturellen Frühindikatoren würden für eine Wachstumsbeschleunigung im kommenden Jahr sprechen. Dies sollte sich auch positiv auf die Unternehmensgewinne auswirken.
Die Mehrzahl der Analysten würden für die USA mit einem Gewinnwachstum von ca. 10 Prozent für 2014, für Europa sogar von rund 15 Prozent rechnen. Insgesamt würden die Analysten davon ausgehen, dass sich die derzeitige Konsolidierung an den Aktienmärkten noch weiter fortsetzen werde. Die Stimmung und technische Lage seien zu euphorisch und müssten erst wieder abgebaut werden. Danach sollte sich der Aufwärtstrend fortsetzen.
Die fortschreitende Erholung der Weltwirtschaft, die anhaltende Gewinntrends der Unternehmen, die weiterhin extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken (insbesondere EZB und Bank of Japan) sowie die immer noch fairen Bewertungen der europäischen und deutschen Aktienmärkte würden mittelfristig für weitere Kurssteigerungen sprechen. Aus technischer Sicht befinde sich der DAX weiter in seinem langfristigen Aufwärtstrend und signalisiere weiteres Potenzial. (06.12.2013/alc/a/a)


