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Europäischer Rentenmarkt: Schwächephase fortgesetzt


15.10.24 08:38
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Aufgrund des Kolumbus-Tages fand in den USA gestern kein Anleihehandel statt (da neben der Federal Reserve auch das US-Finanzministerium geschlossen ist, wird der Bondmarkt im Grunde genommen gezwungen, den Handel nicht durchzuführen), so die Analysten der Nord LB.

Indes habe sich auf der rechten Seite des Atlantiks am europäischen Rentenmarkt am Montag die seit einigen Tagen anhaltende Schwächephase fortgesetzt. Renditen zehnjähriger dt. Bunds hätten auf 2,28% (+1bp) angezogen. Innerhalb eines Monats habe sich die Rendite da-mit um 13bp erhöht. Franz. Staatsanleihen (OATs) habe der negative Ausblick der Ratingagentur Fitch von Freitag letzter Woche kalt gelassen. Der Bondmarkt habe die Ratingveränderung scheinbar bereits vorweggenommen. Entsprechend handele der Bund-OAT-Spread kaum verändert bei 76bp.

Am heutigen Dienstag werde mit dem ZEW Konjunkturindex der nächste wichtige Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft veröffentlicht. Nach dem leichten Rückenwind für die Erwartungskomponente im bereits zu Monatsbeginn gemeldeten Konjunkturindex von sentix dürfte nicht zuletzt die jüngste Reformfreude Pekings nun auch bei den vom ZEW befragten Finanzmarktexperten grundsätzlich gut angekommen sein. Ebenfalls für den Euroraum würden die Ergebnisse der vierteljährlichen EZB Bank Lending Survey Hinweise zum aktuellen Stand der Übertragung der gegenwärtigen geldpolitischen Ausrichtung auf das Kreditgeschäft liefern.

Von Seiten der harten Konjunkturindikatoren stünden die August-Daten zur Industrieproduktion im gemeinsamen Währungsraum zur Veröffentlichung an. Auch auf der anderen Seite des Atlantiks würden mit der Empire State Manufacturing Survey Daten zur Industrieproduktion in den USA gemeldet. Last but not least würden sich mit Isabel Schnabel und Mary Daly zwei wichtige Notenbanker der EZB und FED zu Wort melden. (15.10.2024/alc/a/a)