Erweiterte Funktionen
Europäische Unternehmensanleihen: Erfreuliche Jahresentwicklung im Mai gestoppt
26.06.19 11:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Mai prägte der sich verschärfende Handelsstreit zwischen den USA und China das Geschehen an den Finanzmärkten, so die Experten von Union Investment.
Zum Monatsende hin habe die US-Administration zudem mit Mexiko einen weiteren Schauplatz im Zollstreit eröffnet. Auch habe die Lage in Großbritannien für Verunsicherung unter den Anlegern gesorgt. Die Wahrscheinlichkeit eines "harten Brexits" habe zugenommen. Darüber hinaus hätten sich die im Berichtsmonat veröffentlichten Konjunkturdaten und wirtschaftlichen Frühindikatoren nicht gerade von ihrer besten Seite gezeigt. Befürchtungen über eine Abschwächung des Welthandels würden zunehmend für Verunsicherung sorgen.
In diesem Umfeld seien sichere Anlagehäfen wie etwa deutsche Bundesanleihen und US-Treasuries gesucht gewesen. Deren Renditen seien im Berichtsmonat deutlich gefallen. Bundesanleihen hätten zum Monatsende mit minus 20 Basispunkten auf historischem Renditetief notiert. Im Gegenzug seien die mit Risiko behafteten Anleihesegmente unter Druck geraten.
Am europäischen Unternehmensanleihemarkt hätten der rückläufigen Zinsbewegung steigende Risikoaufschläge (Spreads) entgegengestanden. Auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates, ER00-Index) habe sich für Firmenanleihen mit minus 0,1 Prozent per Saldo eine leicht negative Wertentwicklung ergeben. Die Spreads hätten sich dabei von 67 auf 85 Basispunkte ausgeweitet. In den risikoreicheren Untersegmenten seien etwas deutlichere Einbußen zu beobachten gewesen. Nachrangige Industrie- und Finanzpapiere (ICE BofA Merrill Lynch ENSU/EBSU-Index) hätten um 0,7 beziehungsweise 1,2 Prozent nachgegeben. Dort hätten sich zudem die Risikoprämien um 24 und 26 Basispunkte ausgeweitet. Der hochverzinsliche Bereich (High Yield) habe auf Indexebene (ICE BofA Merrill Lynch Euro High Yield, HEAG-Index) sogar 1,4 Prozent abgegeben. Die Spreads seien dort um 53 auf 335 Basispunkte angestiegen. Die am Unternehmensanleihemarkt bislang sehr erfreuliche Jahresentwicklung sei somit im Mai gestoppt worden.
Am Neuemissionsmarkt seien in den vergangenen Wochen wieder etwas mehr Papiere emittiert worden. Angesichts der verhaltenen Stimmung seien dort die Neuemissionsprämien wieder etwas angestiegen. Der Handelsstreit und dessen Auswirkungen auf die Weltkonjunktur würden wesentliche Treiber an den Märkten bleiben. (Ausgabe vom 25.06.2019) (26.06.2019/alc/a/a)
Zum Monatsende hin habe die US-Administration zudem mit Mexiko einen weiteren Schauplatz im Zollstreit eröffnet. Auch habe die Lage in Großbritannien für Verunsicherung unter den Anlegern gesorgt. Die Wahrscheinlichkeit eines "harten Brexits" habe zugenommen. Darüber hinaus hätten sich die im Berichtsmonat veröffentlichten Konjunkturdaten und wirtschaftlichen Frühindikatoren nicht gerade von ihrer besten Seite gezeigt. Befürchtungen über eine Abschwächung des Welthandels würden zunehmend für Verunsicherung sorgen.
Am europäischen Unternehmensanleihemarkt hätten der rückläufigen Zinsbewegung steigende Risikoaufschläge (Spreads) entgegengestanden. Auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates, ER00-Index) habe sich für Firmenanleihen mit minus 0,1 Prozent per Saldo eine leicht negative Wertentwicklung ergeben. Die Spreads hätten sich dabei von 67 auf 85 Basispunkte ausgeweitet. In den risikoreicheren Untersegmenten seien etwas deutlichere Einbußen zu beobachten gewesen. Nachrangige Industrie- und Finanzpapiere (ICE BofA Merrill Lynch ENSU/EBSU-Index) hätten um 0,7 beziehungsweise 1,2 Prozent nachgegeben. Dort hätten sich zudem die Risikoprämien um 24 und 26 Basispunkte ausgeweitet. Der hochverzinsliche Bereich (High Yield) habe auf Indexebene (ICE BofA Merrill Lynch Euro High Yield, HEAG-Index) sogar 1,4 Prozent abgegeben. Die Spreads seien dort um 53 auf 335 Basispunkte angestiegen. Die am Unternehmensanleihemarkt bislang sehr erfreuliche Jahresentwicklung sei somit im Mai gestoppt worden.
Am Neuemissionsmarkt seien in den vergangenen Wochen wieder etwas mehr Papiere emittiert worden. Angesichts der verhaltenen Stimmung seien dort die Neuemissionsprämien wieder etwas angestiegen. Der Handelsstreit und dessen Auswirkungen auf die Weltkonjunktur würden wesentliche Treiber an den Märkten bleiben. (Ausgabe vom 25.06.2019) (26.06.2019/alc/a/a)


