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Europäische Anleihemärkte: Fallende Kurse und steigende Renditen


30.10.24 08:53
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Nachdem am Montag fallende Ölpreise die Inflationserwartungen dämpften, was steigende Kurse an den europäischen Anleihemärkten auslöste, kam es gestern zur Gegenbewegung: fallende Kurse und steigende Renditen, so die Analysten der Nord LB.

Dank der rückläufigen Inflation sei die Stimmung der deutschen Verbraucher auf den höchsten Stand seit April 2022 gestiegen. Das GfK-Verbrauchervertrauen für November weise ein Plus von 2,7 Punkten auf minus 18,3 Zähler aus.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) prognostiziere für die Wirtschaftsleistung in Deutschland ein Minus von 0,2% für das laufende Jahr sowie eine Stagnation 2025. Damit zeige sich die DIHK pessimistischer als der Konsens der Ökonomen und die Regierung.

Heute seien besonders die BIP-Daten zum dritten Quartal in Deutschland, der Eurozone und den USA von Bedeutung. Während sich die US-Wirtschaft weiterhin vergleichsweise überraschend solide präsentiere, dürfte die Eurozone nur ein Mini-Wachstum mitsamt Deutschland im Schlepptau zu verzeichnen haben. Ebenfalls neue Daten kämen von der Inflationsfront: Das Auslaufen günstiger Basiseffekte sei bekannt, weshalb eine leicht nach oben zeigende Jahresrate nicht überinterpretiert werden sollte. Schlussendlich sollten auch die Quartalszahlen von Volkswagen, Microsoft und Meta in dieser so bedeutenden Berichtswoche im Auge behalten werden. (30.10.2024/alc/a/a)