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Europa: Zinsentwicklung scheint nur eine Richtung zu kennen - Weiter in den negativen Bereich
27.05.19 09:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Vor dem Hintergrund der abermaligen Eskalation im Handelskonflikt sinken die Renditen rund um den Globus, berichten die Analysten der National-Bank AG.
Vor allem aber in Europa scheine die Zinsentwicklung derzeit nur eine Richtung zu kennen, nämlich weiter in den negativen Bereich. In der Tat nehme derzeit die Wahrscheinlichkeit weiter zu, dass die EZB abermals expansiv tätig werde: Sowohl für 2019 als auch für 2020 würden sich die Inflationserwartungen weit unter der gesetzlich intendierten Zielgröße von 2% bewegen. Diese Entwicklung biete der EZB vor allem auch die Legitimation, den Ländern der südlichen Peripherie weiter entgegenzukommen und damit letztlich den Euro weiter zu erhalten. Hinter der zu geringen Inflationsentwicklung stecke ein seit 2009 anämisches Wachstum: Schaue man auf die Niveaugrößen, sei die Eurozone seit dem "Vormärz" der Lehman-Krise lediglich um 0,7 Prozent p.a. gewachsen - also erheblich unterhalb des Potenzialpfades. Zum Vergleich: Die USA hätten im gleichen Zeitraum um 1,7% jedes Jahr expandiert - also rund zweieinhalbmal so stark. Die Analysten der National-Bank AG würden zwar davon ausgehen, dass der globale Ausblick zumindest robust bleibe. In Europa zeichne sich aber immer klarer ab, dass die gesamtwirtschaftliche Dynamik nicht ausreichen werde, um die Zielgrößen bei der Inflation zu erreichen.
Vor diesem Hintergrund habe die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Runde expansiver Maßnahmen in Europa weiter zugenommen. Die Analysten der National-Bank AG würden daher abermals ihre Projektionen für die Zinsentwicklung auf nunmehr nur noch 0,3% auf Jahressicht senken, wobei die weiteren Abwärtsrisiken dominieren würden. Damit lägen die Analysten mit ihren Projektionen deutlich unterhalb des Konsensus, der bei 0,45% per Q2/2020 liege. Die Analysten der National-Bank AG würden auch ihre Projektionen für die US-Sätze senken - und zwar auf nunmehr 2,9% per Q2/2020 - hier lägen sie allerdings oberhalb des Konsensus von zuletzt 2,8%. Hintergrund sei hier auch, dass die Analysten der National-Bank AG nach wie vor eher eine Zinserhöhung der FED erwarten würden, während der Markt Zinssenkungen einpreise. (Ausgabe vom 24.05.2019) (27.05.2019/alc/a/a)
Vor allem aber in Europa scheine die Zinsentwicklung derzeit nur eine Richtung zu kennen, nämlich weiter in den negativen Bereich. In der Tat nehme derzeit die Wahrscheinlichkeit weiter zu, dass die EZB abermals expansiv tätig werde: Sowohl für 2019 als auch für 2020 würden sich die Inflationserwartungen weit unter der gesetzlich intendierten Zielgröße von 2% bewegen. Diese Entwicklung biete der EZB vor allem auch die Legitimation, den Ländern der südlichen Peripherie weiter entgegenzukommen und damit letztlich den Euro weiter zu erhalten. Hinter der zu geringen Inflationsentwicklung stecke ein seit 2009 anämisches Wachstum: Schaue man auf die Niveaugrößen, sei die Eurozone seit dem "Vormärz" der Lehman-Krise lediglich um 0,7 Prozent p.a. gewachsen - also erheblich unterhalb des Potenzialpfades. Zum Vergleich: Die USA hätten im gleichen Zeitraum um 1,7% jedes Jahr expandiert - also rund zweieinhalbmal so stark. Die Analysten der National-Bank AG würden zwar davon ausgehen, dass der globale Ausblick zumindest robust bleibe. In Europa zeichne sich aber immer klarer ab, dass die gesamtwirtschaftliche Dynamik nicht ausreichen werde, um die Zielgrößen bei der Inflation zu erreichen.
Vor diesem Hintergrund habe die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Runde expansiver Maßnahmen in Europa weiter zugenommen. Die Analysten der National-Bank AG würden daher abermals ihre Projektionen für die Zinsentwicklung auf nunmehr nur noch 0,3% auf Jahressicht senken, wobei die weiteren Abwärtsrisiken dominieren würden. Damit lägen die Analysten mit ihren Projektionen deutlich unterhalb des Konsensus, der bei 0,45% per Q2/2020 liege. Die Analysten der National-Bank AG würden auch ihre Projektionen für die US-Sätze senken - und zwar auf nunmehr 2,9% per Q2/2020 - hier lägen sie allerdings oberhalb des Konsensus von zuletzt 2,8%. Hintergrund sei hier auch, dass die Analysten der National-Bank AG nach wie vor eher eine Zinserhöhung der FED erwarten würden, während der Markt Zinssenkungen einpreise. (Ausgabe vom 24.05.2019) (27.05.2019/alc/a/a)


