Erweiterte Funktionen
Europa: Wie Trumps Handelskrieg die EZB-Politik beeinflussen könnte
04.03.25 11:00
Fürst Fugger Privatbank
Augsburg (www.anleihencheck.de) - Seit dem Amtsantritt von Donald Trump steht die Welt Kopf, doch an den Börsen setzt sich die Rally scheinbar ungehindert fort - zumindest für europäische Aktien, so die Analysten der Fürst Fugger Privatbank.
Norbert Frey, Leiter Fondsmanagement der Fürst Fugger Privatbank, rate jedoch zur Vorsicht: "Es scheint ein Punkt erreicht zu sein, an dem die Unsicherheit über die Politik der neuen US-Regierung so zugenommen hat, dass sie für größere Volatilität an den Märkten sorgen kann." Noch im Februar habe Trump eine Erhöhung der Zölle für chinesische Produkte von 10 auf nunmehr 20 Prozent verkündet. Die schon einmal verschobenen Zölle auf Produkte aus Kanada und Mexiko von 25 Prozent sollten im März in Kraft treten. Und es gelte als ausgemacht, dass auch Importe aus Europa mit Zöllen in Höhe von 25 Prozent belegt werden sollten. Lediglich der Zeitpunkt sei noch offen.
Mit Maßnahmen wie den genannten Zöllen, der Deregulierung der Energiebranche oder den wiederholt versprochenen Senkungen der Unternehmenssteuern solle die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Unternehmen gestärkt werden. Was wirtschaftsfreundlich wirke sei jedoch mit vielen politischen Unsicherheiten verbunden, sage Frey: "Einige von Trumps Maßnahmen verstärken die Sorgen um die fiskalische Nachhaltigkeit und wirken sich wahrscheinlich inflationär aus. Das könnte die US-Notenbank dazu veranlassen, das Tempo der Zinssenkungen zu drosseln." Angesichts der politischen Unsicherheiten sei die Bandbreite möglicher Entwicklungen groß.
Auch weltweit sei eine stärkere wirtschaftliche Divergenz realistisch: "Trumps Zölle richten sich vor allem gegen China und Europa, die beide bereits mit einem schwachen Wachstum kämpfen. Potenzielle chinesische Konjunkturprogramme sind etwas schwer abzuschätzen, aber in Europa sollte die Europäische Zentralbank in der Lage sein, die Zinssenkungen das ganze Jahr über fortzusetzen", erkläre Frey.
Defensive Anleger sollten daher versuchen, ihr Aktienportfolio entsprechend abzusichern. Sie sollten sich Aktien von Unternehmen ansehen, die unabhängig von makroökonomischen Ergebnissen in der Lage seien, ihr Geschäftsmodell erfolgreich fortzuführen. Solche Unternehmen wiesen zudem attraktive Bewertungen auf und auch ihre Volatilität sei unterdurchschnittlich. (04.03.2025/alc/a/a)
Norbert Frey, Leiter Fondsmanagement der Fürst Fugger Privatbank, rate jedoch zur Vorsicht: "Es scheint ein Punkt erreicht zu sein, an dem die Unsicherheit über die Politik der neuen US-Regierung so zugenommen hat, dass sie für größere Volatilität an den Märkten sorgen kann." Noch im Februar habe Trump eine Erhöhung der Zölle für chinesische Produkte von 10 auf nunmehr 20 Prozent verkündet. Die schon einmal verschobenen Zölle auf Produkte aus Kanada und Mexiko von 25 Prozent sollten im März in Kraft treten. Und es gelte als ausgemacht, dass auch Importe aus Europa mit Zöllen in Höhe von 25 Prozent belegt werden sollten. Lediglich der Zeitpunkt sei noch offen.
Auch weltweit sei eine stärkere wirtschaftliche Divergenz realistisch: "Trumps Zölle richten sich vor allem gegen China und Europa, die beide bereits mit einem schwachen Wachstum kämpfen. Potenzielle chinesische Konjunkturprogramme sind etwas schwer abzuschätzen, aber in Europa sollte die Europäische Zentralbank in der Lage sein, die Zinssenkungen das ganze Jahr über fortzusetzen", erkläre Frey.
Defensive Anleger sollten daher versuchen, ihr Aktienportfolio entsprechend abzusichern. Sie sollten sich Aktien von Unternehmen ansehen, die unabhängig von makroökonomischen Ergebnissen in der Lage seien, ihr Geschäftsmodell erfolgreich fortzuführen. Solche Unternehmen wiesen zudem attraktive Bewertungen auf und auch ihre Volatilität sei unterdurchschnittlich. (04.03.2025/alc/a/a)


