Euroinflationsrate bleibt perspektivisch stehen bei 1,5%


23.02.18 09:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate im Euroraum überraschte gemäß der Schnellschätzung im Januar 2018 mit 1,3% leicht auf der Unterseite (Dezember 2017: 1,4%), so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die Kerninflationsrate habe aber marginal auf 1,0% gg. Vj. angezogen. Die Analysten würden keine Revisionen bei den heutigen finalen HVPI-Daten erwarten. Zu beachten bleibe, dass mit den heutigen Daten auch die Adjustierungen bei den jeweiligen Ländergewichten für das Jahr 2018 bekanntgegeben würden. Obwohl die Ölpreise (Sorte Brent in EUR) im bisherigen 2018er Jahresverlauf das 2017er Durchschnittsniveau um rund 13% übertreffen würden, zeichne sich nach Erachten der Analysten aktuell kein erhöhter Inflationsdruck ab. Sowohl in 2018 als auch für 2019 würden die Analysten im Jahresdurchschnitt mit einer Jahresinflationsrate von je 1,5% rechnen, wobei sie auch bei der Spannbreite der Jahresinflationsraten (1,3% bis 1,7%) identische Werte unterstellen würden.

Das Renditeniveau 10-jähriger deutscher Staatsanleihen unterschreite aktuell seinen bisherigen Jahreshöchststand nur leicht. Die jüngste Aufwärtsbewegung sei aber vor allem Ausdruck einer aufkeimenden Angst vor beschleunigten US-Leitzinserhöhungen und des dortigen Renditeanstiegs der 10-jährigen US-Staatsanleihen und eben nicht die Spekulation auf eine schnelle Änderung der EZB-Geldpolitik auf Basis heimischer Inflationsgefahren. (23.02.2018/alc/a/a)