Euroinflation wieder im roten Bereich


01.10.15 09:59
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Erstmals seit März 2015 liegt die Inflationsrate in der Eurozone im September 2015 mit -0,1% gg. Vj. wieder im roten Bereich, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Bei der EZB dürften sich die Sorgen bezüglich der Frage, wie sie ihr mittelfristiges Inflationsziel (Inflationsanstieg von unter aber nahe 2% gg. Vj.) erreichen könne, vertiefen. Dies gelte insbesondere mit Blick auf Deutschland, wo im September für den HVPI eine negative Jahresrate von 0,2% ermittelt worden sei. Trotz rekordtiefer Arbeitslosenquote, robuster Konsumnachfrage und der Einführung des Mindestlohnes baue sich bislang kein Inflationsdruck auf. Umso ambitionierter wirke damit die Erreichung des EZB-Inflationszieles. Die Analysten würden daher davon ausgehen, dass die EZB die Assetkäufe auch nach September 2016 noch fortsetzen dürfte. Im Dezember 2015 sollten die Währungshüter die explizite Erwähnung einer Beendigung der Asset-Käufe im September 2016 aufheben. (01.10.2015/alc/a/a)