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Euro-Zone: Weiterer leichter Inflationsrückgang
18.07.24 09:00
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Weiterer leichter Inflationsrückgang in der Euro-Zone, so die Analysten der Nord LB.
Das EU-Statistikamt Eurostat habe gestern eine erste Schätzung bestätigt. Die Verbraucherpreise seien im Juni binnen Jahresfrist um nur noch 2,5% gestiegen (Mai: 2,6%; April: 2,4%). Bei der Kerninflation gebe es aber noch keine Entwarnung. Sie verharre auf dem Vormonatsniveau von 2,9% (bei der Kerninflation würden Preise für Alkohol, Energie, Lebensmittel und Tabak herausgerechnet). Bei den Preisen für Dienstleistungen zeige sich ein wesentlich herausforderndes Bild. Hier liege die Inflation bei 4,1%.
Die Ziele der EU-Kommission, für die Erzeugung und zum Import von grünem Wasserstoff würden laut EU-Rechnungshof voraussichtlich nicht erreicht. Laut einem Bericht der EU-Prüfer gebe es entlang der gesamten Wertschöpfungskette Probleme. Die Prüfer würden warnen: "Es drohen der Verlust von Wettbewerbsfähigkeit in Schlüsselindustrien und neue strategische Abhängigkeiten". Grüner Wasserstoff sei ein Hoffnungsträger der Energiewende.
Sommer- und Zinspause für die EZB? Am heutigen Donnerstag kämen die Währungshüter in Frankfurter zur letzten turnusmäßigen Sitzung vor der Sommerpause zusammen. Am aktuellen Rand eher abwärts gerichtete Daten zum Binnenpreisdruck, teils überraschend schwache Konjunkturdaten neben eingetrübten Stimmungsindikatoren und erst im August erscheinende wichtige Lohndaten für Q2 würden heute eindeutig gegen Schnellschüsse aus der Hüfte sprechen. Schon das Sitzungsprotokoll zum Zinsentscheid im Juni habe im Subtext keinesfalls nur Entschlossenheit durchblicken lassen.
Auch dem Einsatz des TPI (Transmission Protection Instrument) infolge des politischen Tauziehens in Frankreich, verbunden mit besorgniserregenden Spreadausweitungen bei französischen Staatsanleihen, sei bisher eine Absage erteilt worden. Zudem hätten sich die Renditeunterschiede von ihren Höchstständen um die Marke von 80bp nach den Ergebnissen der zweiten Wahlrunde bereits wieder ein Stück weit eingedampft. Kurzum: Mit der derzeitigen Makrolage und der Verfügbarkeit wichtiger Daten erst auf der nächsten Sitzung am 12. September würden die Analysten heute vor der EZB-Sommerpause keine Überraschungen und daher umso mehr die üblichen Betonungen auf "datenbasiert" bzw. "Meeting-by-Meeting" erwarten. (18.07.2024/alc/a/a)
Das EU-Statistikamt Eurostat habe gestern eine erste Schätzung bestätigt. Die Verbraucherpreise seien im Juni binnen Jahresfrist um nur noch 2,5% gestiegen (Mai: 2,6%; April: 2,4%). Bei der Kerninflation gebe es aber noch keine Entwarnung. Sie verharre auf dem Vormonatsniveau von 2,9% (bei der Kerninflation würden Preise für Alkohol, Energie, Lebensmittel und Tabak herausgerechnet). Bei den Preisen für Dienstleistungen zeige sich ein wesentlich herausforderndes Bild. Hier liege die Inflation bei 4,1%.
Sommer- und Zinspause für die EZB? Am heutigen Donnerstag kämen die Währungshüter in Frankfurter zur letzten turnusmäßigen Sitzung vor der Sommerpause zusammen. Am aktuellen Rand eher abwärts gerichtete Daten zum Binnenpreisdruck, teils überraschend schwache Konjunkturdaten neben eingetrübten Stimmungsindikatoren und erst im August erscheinende wichtige Lohndaten für Q2 würden heute eindeutig gegen Schnellschüsse aus der Hüfte sprechen. Schon das Sitzungsprotokoll zum Zinsentscheid im Juni habe im Subtext keinesfalls nur Entschlossenheit durchblicken lassen.
Auch dem Einsatz des TPI (Transmission Protection Instrument) infolge des politischen Tauziehens in Frankreich, verbunden mit besorgniserregenden Spreadausweitungen bei französischen Staatsanleihen, sei bisher eine Absage erteilt worden. Zudem hätten sich die Renditeunterschiede von ihren Höchstständen um die Marke von 80bp nach den Ergebnissen der zweiten Wahlrunde bereits wieder ein Stück weit eingedampft. Kurzum: Mit der derzeitigen Makrolage und der Verfügbarkeit wichtiger Daten erst auf der nächsten Sitzung am 12. September würden die Analysten heute vor der EZB-Sommerpause keine Überraschungen und daher umso mehr die üblichen Betonungen auf "datenbasiert" bzw. "Meeting-by-Meeting" erwarten. (18.07.2024/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


