Euro-Zone: Inflation steigt - Wirtschaftswachstum schwächelt


02.11.18 10:45
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die Inflation in Deutschland zieht an - im Oktober wurde mit einer Inflationsrate von 2,5% die höchste Inflation seit dem Jahr 2008 gemessen, so die Börse Stuttgart.

Auch die gesamte Eurozone weise eine Inflation von 2,2% auf und liege damit über der Zielmarke der EZB. Grund hierfür seien vor allem die stark gestiegenen Energiepreise. Die um schwankungsanfällige Komponenten bereinigte Kernrate habe nur 1,1% erreicht. Für erfreuliche Nachrichten sorge der Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone sei im Oktober mit 8,1% so tief wie zuletzt im Dezember 2008. Sorgen bereite dagegen die Entwicklung des europäischen Bruttoinlandsproduktes. Im dritten Quartal dieses Jahres sei das BIP in der Euro-Zone lediglich um 0,2% gewachsen und erreiche damit ein Vier-Jahres-Tief. Laut EZB-Ratsmitglied Nowotny solle das Anleihekaufprogramm ungeachtet der Kernrate und des schwächelnden BIPs zum Jahresende eingestellt werden.

Japan beklage indes eine nach wie vor niedrige Inflation. Die Bank of Japan halte daher weiter an ihrer lockeren Geldpolitik fest und belasse die Zinsen bei -0,10%. China leide unter dem Handelsstreit mit den USA: Der chinesische Einkaufsmanagerindex sei über 11.400 Punkte geklettert. Die chinesische Regierung wolle nun Maßnahmen planen, um die die schwächelnde Wirtschaft zu stützen. Auch die amerikanischen und asiatischen Märkte hätten wieder Boden gut machen können. Der Euro hingegen habe dem Dollar gegenüber weitere Verluste hinnehmen müssen. Sei der Euro am Montag am Hoch noch 1,14164 USD wert gewesen, seien es bereits am Mittwoch nur noch 1,13090 USD (Tagestief) gewesen.

Trotz schwächelnder Konjunktur sehe es an den Aktienmärkten freundlicher aus. Der DAX habe sich in dieser Woche leicht von den Verlusten der Vorwoche erholen können. (02.11.2018/alc/a/a)