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Euro-Unternehmensanleihen stabil


14.04.21 11:30
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im März bewegten sich die richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihen in einem engen Renditeband, so die Experten von Union Investment.

Per Saldo sei die Verzinsung gegenüber Ende Februar um drei auf minus 29 Basispunkte gefallen. Damit hätten sich deutsche Staatsanleihen im Berichtsmonat von der Entwicklung in den Vereinigten Staaten etwas abkoppeln können, da dort die Rendite der US-Treasuries weiter angestiegen sei.

Die Europäische Zentralbank (EZB) habe im März ihren geldpolitischen Rahmen nicht verändert. Es werde aber beabsichtigt, in Reaktion auf den jüngsten Renditeanstieg die monatlichen Anleiheankäufe im Rahmen des PEPP im kommenden Quartal temporär zu erhöhen. Von den verstärkten Anleiheankäufen sollten auch Euro-Unternehmenspapiere profitieren können.

Der Markt für Euro-Unternehmensanleihen mit Investment Grade-Rating habe im März nahezu seitwärts tendiert. Der ICE BofA Euro Corporate-Index (ER00) sei nach leichten Schwankungen gegenüber Februar mit einem leichten Plus in Höhe von 0,2 Prozent aus dem Handelsmonat gegangen. Die Risikoprämien hätten sich um einen weiteren auf 64 Basispunkte eingeengt. Technisch sei der Markt im Rahmen der EZB-Unterstützung weiter sehr stabil geblieben. Die Nachfrage der Anleger sei bei moderatem Angebot sehr hoch geblieben. Am Primärmarkt habe es kontinuierlich neue Papiere gegeben, die unter der Erzielung leichter Neuemissionsprämien von den Anlegern überwiegend gut aufgenommen worden seien. Darüber hinaus bleibe die EZB mit ihren Ankäufen ein zentraler Unterstützungsfaktor.

In den risikoreicheren Untersegmenten habe sich eine freundliche Tendenz gezeigt. Euro High Yield-Titel hätten um 0,5 Prozent (ICE BofA HEAG-Index) zugelegt. Auch bei den Nachrangpapieren (ICE BofA EBSU- und ENSU-Index) seien mit 0,6 und 1,1 Prozent Plus erfreuliche Zugewinne zu verzeichnen gewesen.

Die Risikoprämien hätten sich auch dort rückläufig gezeigt und seien je nach Segment um bis zu 13 Basispunkte gefallen. Der US-Unternehmensanleihemarkt habe unter dem Eindruck steigender US-Treasury-Renditen gestanden. Auf Indexebene (ICE BofA US-Large Cap Corporate-Index) habe sich in US-Dollar gerechnet im März ein vor allem zinsbedingter Verlust in Höhe von 1,3 Prozent ergeben. Die Risikoprämien hätten sich hingen leicht um drei auf 96 Basispunkte einengen können. (Ausgabe vom 13.04.2021) (14.04.2021/alc/a/a)