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Euro-Unternehmensanleihen mit nur moderaten Verlusten
11.03.20 09:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Entwicklung an den Finanzmärkten war im Februar weitestgehend von der Ausbreitung von SARS CoV-2 geprägt, so die Experten von Union Investment.
Vor allem in der letzten Woche des Berichtsmonats habe die starke Zunahme an Viruserkrankungen außerhalb Chinas und damit auch im Euroraum für große Unsicherheit unter den Anlegern gesorgt. Bundesanleihen und US-Schatzanweisungen seien als sicherer Anlagehafen sehr gefragt gewesen. Die Renditeentwicklung sei stark rückläufig gewesen, zehnjährige US-Treasuries seien zuletzt auf ein historisches Renditetief von 1,15 Prozent gefallen. Die Bundrendite habe bei minus 61 Basispunkten gelegen. Euro-Unternehmensanleihen hätten an der Bundbewegung partizipieren können, aber auch unter dem Eindruck hoher Verluste an den Aktienmärkten gestanden. Die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) hätten sich vor diesem Hintergrund um 17 auf 80 Basispunkte ausgeweitet. Auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Euro Corporates, ER00-Index) hätten die genannten Einflussfaktoren den Total Return betrachtend letztlich zu einem Verlust in Höhe von 0,4 Prozent geführt.
In den Untersegmenten wie etwa dem Nachrangbereich sei es ebenfalls zu Verlusten gekommen. Nachrangige Finanz- und Industrieanleihen (ICE BofA EBSU- und ENSU-Index) hätten 1,0 beziehungsweise 1,3 Prozent verloren. Die Risikoprämien hätten sich dort jeweils um etwas mehr als 30 Basispunkte erhöht. Hochverzinsliche Papiere (High Yield, ICE BofA HEAG-Index) hätten um 1,9 Prozent abgegeben, die Spreadausweitung habe 77 auf 359 Basispunkte betragen.
Am Primärmarkt sei es nach einem stürmischen Jahresauftakt im Februar etwas ruhiger zugegangen. Bis auf die letzte Februarwoche seien jedoch regelmäßig Neuemissionen begeben worden. Die angebotenen Papiere seien insgesamt sehr gut nachgefragt gewesen.
Am US-Unternehmensanleihemarkt habe sich die rückläufige Zinsbewegung der US-Staatsanleihen hingegen in einer positiven Indexentwicklung niedergeschlagen. Der ICE BofA US-Large Corps.-Index habe trotz Spreadausweitungen (plus 24 Basispunkte) auf US-Dollar-Ebene 1,2 Prozent hinzugewonnen.
Kurzfristig dürften die Unwägbarkeiten im Rahmen der Ausbreitung von SARS CoV-2 noch auf den Kursen lasten und zu erhöhten Schwankungen führen. Die Experten von Union Investment würden eine zeitlich gestreckte wirtschaftliche Erholung erwarten. (Ausgabe vom 10.03.2020) (11.03.2020/alc/a/a)
Vor allem in der letzten Woche des Berichtsmonats habe die starke Zunahme an Viruserkrankungen außerhalb Chinas und damit auch im Euroraum für große Unsicherheit unter den Anlegern gesorgt. Bundesanleihen und US-Schatzanweisungen seien als sicherer Anlagehafen sehr gefragt gewesen. Die Renditeentwicklung sei stark rückläufig gewesen, zehnjährige US-Treasuries seien zuletzt auf ein historisches Renditetief von 1,15 Prozent gefallen. Die Bundrendite habe bei minus 61 Basispunkten gelegen. Euro-Unternehmensanleihen hätten an der Bundbewegung partizipieren können, aber auch unter dem Eindruck hoher Verluste an den Aktienmärkten gestanden. Die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) hätten sich vor diesem Hintergrund um 17 auf 80 Basispunkte ausgeweitet. Auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Euro Corporates, ER00-Index) hätten die genannten Einflussfaktoren den Total Return betrachtend letztlich zu einem Verlust in Höhe von 0,4 Prozent geführt.
Am Primärmarkt sei es nach einem stürmischen Jahresauftakt im Februar etwas ruhiger zugegangen. Bis auf die letzte Februarwoche seien jedoch regelmäßig Neuemissionen begeben worden. Die angebotenen Papiere seien insgesamt sehr gut nachgefragt gewesen.
Am US-Unternehmensanleihemarkt habe sich die rückläufige Zinsbewegung der US-Staatsanleihen hingegen in einer positiven Indexentwicklung niedergeschlagen. Der ICE BofA US-Large Corps.-Index habe trotz Spreadausweitungen (plus 24 Basispunkte) auf US-Dollar-Ebene 1,2 Prozent hinzugewonnen.
Kurzfristig dürften die Unwägbarkeiten im Rahmen der Ausbreitung von SARS CoV-2 noch auf den Kursen lasten und zu erhöhten Schwankungen führen. Die Experten von Union Investment würden eine zeitlich gestreckte wirtschaftliche Erholung erwarten. (Ausgabe vom 10.03.2020) (11.03.2020/alc/a/a)


