Erweiterte Funktionen
Euro-Bund Future: Großes, aufgestautes Bewegungspotenzial - Chartanalyse
15.12.21 10:45
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Beim Euro-Bund Future (ISIN: DE0009652644, WKN: 965264) sticht als erstes die Hoch-Tief-Spanne von 178,37 zu 167,69 hervor, die innerhalb des Pendants des Vorjahres verblieb, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Da dieser Zusammenhang aber auch bereits vor Jahresfrist gegolten habe, liege nun sogar ein doppeltes "inside year" vor. Mit anderen Worten: Das Rekordhoch aus dem Jahr 2019 bei 179,67 habe weiterhin Bestand. Vielmehr bilde das Rentenbarometer seither in jedem Jahr sogar ein fallendes Hoch aus - charttechnisch ein "mahnender Zeigefinger". Gleichzeitig könnte sich die aktuelle Jahreskerze noch als "bearish engulfing" erweisen. Hierfür sei ein Jahresschlusskurs unterhalb der Marke von 170,54 notwendig. Unabhängig davon wären die Innenstäbe auf Jahresbasis bei einem Abgleiten unter die fast deckungsgleichen, jüngsten beiden Jahrestiefs (167,69/167,52) nach unten aufgelöst. Apropos "inside candles": Das beschriebene Phänomen werde durch den Quartalschart spielend getoppt, sodass hier ein vermutlich nie dagewesenes Chartmuster vorliege. Die im 1. Quartal 2020 gesteckten Leitplanken hätten seither Bestand, d. h. der Euro-Bund-Future verharre seit sieben Quartalen innerhalb der damaligen Grenzen
Per Saldo spiegele sich in den beschriebenen "inside candles" ein großes, aufgestautes Bewegungspotenzial wider. Vor allen Dingen aber unterstreiche der Quartalschart des Rentenbarometers die Tragweite einer negativen Auflösung der besagten Innenstäbe. Schließlich würden die o. g. beiden Jahrestiefs zusammen mit dem gleitenden Durchschnitt der letzten 20 Quartale (akt. bei 167,98) - grob gesprochen also die Glättungslinie der letzten fünf Jahre - sowie dem Aufwärtstrend seit 2008 (akt. bei 168,09) eine massive Kreuzunterstützung bilden. Bei deren Bruch schlage die Distributionsphase seit Sommer 2019 in eine harte Topbildung mit einem Abschlagspotenzial von rund zehn "big figures" um. Die charttechnische Fallhöhe des Euro-Bund-Future würden auch diverse Indikatoren belegen. Besonders auffällig seien die mehrjährigen negativen Divergenzen seitens des RSI und des MACD. Mit dem alten Rekordhoch von 2016 (168,86) sowie der 50%-Korrektur des letzten Hausseimpulses (168,27) liefere der Monatschart des Euro-Bund-Future zwei weitere Argumente für die Relevanz der herausgearbeiteten Signalzone. Das diskutierte Abschlagspotenzial einer negativen Weichenstellung würde ausreichen, um langfristig die Tiefs von 2018 bei 157,33/156,88 auszuloten. (15.12.2021/alc/a/a)
Da dieser Zusammenhang aber auch bereits vor Jahresfrist gegolten habe, liege nun sogar ein doppeltes "inside year" vor. Mit anderen Worten: Das Rekordhoch aus dem Jahr 2019 bei 179,67 habe weiterhin Bestand. Vielmehr bilde das Rentenbarometer seither in jedem Jahr sogar ein fallendes Hoch aus - charttechnisch ein "mahnender Zeigefinger". Gleichzeitig könnte sich die aktuelle Jahreskerze noch als "bearish engulfing" erweisen. Hierfür sei ein Jahresschlusskurs unterhalb der Marke von 170,54 notwendig. Unabhängig davon wären die Innenstäbe auf Jahresbasis bei einem Abgleiten unter die fast deckungsgleichen, jüngsten beiden Jahrestiefs (167,69/167,52) nach unten aufgelöst. Apropos "inside candles": Das beschriebene Phänomen werde durch den Quartalschart spielend getoppt, sodass hier ein vermutlich nie dagewesenes Chartmuster vorliege. Die im 1. Quartal 2020 gesteckten Leitplanken hätten seither Bestand, d. h. der Euro-Bund-Future verharre seit sieben Quartalen innerhalb der damaligen Grenzen
Per Saldo spiegele sich in den beschriebenen "inside candles" ein großes, aufgestautes Bewegungspotenzial wider. Vor allen Dingen aber unterstreiche der Quartalschart des Rentenbarometers die Tragweite einer negativen Auflösung der besagten Innenstäbe. Schließlich würden die o. g. beiden Jahrestiefs zusammen mit dem gleitenden Durchschnitt der letzten 20 Quartale (akt. bei 167,98) - grob gesprochen also die Glättungslinie der letzten fünf Jahre - sowie dem Aufwärtstrend seit 2008 (akt. bei 168,09) eine massive Kreuzunterstützung bilden. Bei deren Bruch schlage die Distributionsphase seit Sommer 2019 in eine harte Topbildung mit einem Abschlagspotenzial von rund zehn "big figures" um. Die charttechnische Fallhöhe des Euro-Bund-Future würden auch diverse Indikatoren belegen. Besonders auffällig seien die mehrjährigen negativen Divergenzen seitens des RSI und des MACD. Mit dem alten Rekordhoch von 2016 (168,86) sowie der 50%-Korrektur des letzten Hausseimpulses (168,27) liefere der Monatschart des Euro-Bund-Future zwei weitere Argumente für die Relevanz der herausgearbeiteten Signalzone. Das diskutierte Abschlagspotenzial einer negativen Weichenstellung würde ausreichen, um langfristig die Tiefs von 2018 bei 157,33/156,88 auszuloten. (15.12.2021/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,6303 € | 125,8944 € | -0,2641 € | -0,21% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 132,00 € | 124,26 € | |
16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie


