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Erzeugerpreisentwicklung in der Euro-Zone spielt der EZB in die Karten
06.06.24 09:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche 10Y-Bundesanleihen waren den dritten Handelstag in Serie gefragt und damit den längsten Zeitraum seit einem Monat (2,51%: minus 2 Basispunkte), so die Analysten der Nord LB.
In diesem Umfeld hätten italienische Staatsanleihen (BTPs) sogar ihre europäische Pendants über die gesamte Renditestrukturkure outperformt. Der 10J-Renditeunterschied zwischen Bunds und BTPs habe sich so stark verengt wie seit drei Wochen nicht mehr. BTPs: minus 5 Basispunkte auf 3,82%.
Die Erzeugerpreisentwicklung in der Euro-Zone spiele der EZB heute in die Karten. Laut den gestern veröffentlichten Zahlen (Eurostat) signalisiere die Preisentwicklung weiter rückläufigen Inflationsdruck (Industrie: Rückgang minus 1,0 Prozentpunkte im April ggü. März 24; ggü. März 23 sogar minus 5,7 Prozentpunkte).
Mit Blick auf die Zinsentscheidung der EZB dürfte inzwischen kaum mehr ein prognostischer Kommentar nötig sein. Die Marktteilnehmer würden heute fest mit leicht sinkenden Leitzinsen rechnen. Wichtig könnten nun vor allem wohl die Kommentare der Notenbankchefin Lagarde sein, die man sicherlich ganz genau im Auge (bzw. auf der Pressekonferenz im Auge und Ohr) behalten sollte. Daneben möge man heute zudem noch auf die Zahlen zum Construction PMI aus dem Vereinigten Königreich achten. Relativ zu den Worten von Christine Lagarde rücke dieser grundsätzlich schon wichtige Stimmungsindikator aber "bedeutungstechnisch" klar in die zweite Reihe. (06.06.2024/alc/a/a)
In diesem Umfeld hätten italienische Staatsanleihen (BTPs) sogar ihre europäische Pendants über die gesamte Renditestrukturkure outperformt. Der 10J-Renditeunterschied zwischen Bunds und BTPs habe sich so stark verengt wie seit drei Wochen nicht mehr. BTPs: minus 5 Basispunkte auf 3,82%.
Die Erzeugerpreisentwicklung in der Euro-Zone spiele der EZB heute in die Karten. Laut den gestern veröffentlichten Zahlen (Eurostat) signalisiere die Preisentwicklung weiter rückläufigen Inflationsdruck (Industrie: Rückgang minus 1,0 Prozentpunkte im April ggü. März 24; ggü. März 23 sogar minus 5,7 Prozentpunkte).
Mit Blick auf die Zinsentscheidung der EZB dürfte inzwischen kaum mehr ein prognostischer Kommentar nötig sein. Die Marktteilnehmer würden heute fest mit leicht sinkenden Leitzinsen rechnen. Wichtig könnten nun vor allem wohl die Kommentare der Notenbankchefin Lagarde sein, die man sicherlich ganz genau im Auge (bzw. auf der Pressekonferenz im Auge und Ohr) behalten sollte. Daneben möge man heute zudem noch auf die Zahlen zum Construction PMI aus dem Vereinigten Königreich achten. Relativ zu den Worten von Christine Lagarde rücke dieser grundsätzlich schon wichtige Stimmungsindikator aber "bedeutungstechnisch" klar in die zweite Reihe. (06.06.2024/alc/a/a)


