Erwarteter Anstieg der Inflationsraten in den USA und der Eurozone


21.03.17 11:15
DONNER & REUSCHEL AG

Hamburg (www.anleihencheck.de) - US-Verbraucher sehen sich im Vergleich zum Vorjahr mit höheren Inflationsraten konfrontiert: Die in der vergangenen Woche bekannt gegebene Rate für Februar lag mit einem Anstieg von 2,7% am oberen Limit der Markterwartung, so Carsten Mumm, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL.

Somit hätten die gestiegenen US-Verbraucherpreise den höchsten Wert seit März 2012. Wesentliche Treiber für diese Entwicklung seien die um 15,2% gestiegenen Energiepreise gewesen, während der unveränderte Nahrungsmittelindex ein Erreichen der 3%-Marke verhindert habe. Bereinigt um die Faktoren Energie und Nahrungsmittel, ergebe sich eine Kerninflation von 2,2%. Diese sei vor allem von höheren Ausgaben im Gesundheitswesen (+3,4%), dem Transportwesen (+3,6%) und dem Bereich Wohnen (+3,5%) gekennzeichnet.

Auch in Europa hätten die Verbraucherpreise nach einer längeren "Niedrig-Phase" deutlich angezogen und, erstmals seit Januar 2013, wieder die 2%-Marke erreicht. Hauptauslöser seien auch hier die um 9,3% gestiegenen Energiepreise gewesen. Im Gegensatz zu den USA habe in Europa auch der Nahrungsmittelsektor einen Preisanstieg von 2,5% verzeichnet. In Folge des expansiven Einflusses der Energiepreise, der bis April anhalten werde, würden die Experten die Inflationsraten für die USA oberhalb und die für Europa knapp unterhalb der 2%-Marke sehen. Jedoch würden die Experten eine sich abschwächende Tendenz in der zweiten Jahreshälfte erwarten. Für das laufende Jahr würden die Experten durchschnittliche Inflationsraten von 2,3% für die USA und 1,5% für die Eurozone voraussehen. (21.03.2017/alc/a/a)