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Emerging Markets: Schuldverschreibungen nahezu unverändert im September
17.10.19 10:15
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Schuldverschreibungen aus den Emerging Markets verabschiedeten sich fast unverändert aus dem Handelsmonat September, so die Experten von Union Investment.
Gemessen am J.P. Morgan EMBI Global Div.-Index habe der Gesamtmarkt ein leichtes Minus von 0,5 Prozent verbucht. Die Risikoaufschläge hätten sich zunächst um über 20 auf 326 Basispunkte eingeengt, aber zur Monatsmitte aufgrund der Angriffe auf eine saudi-arabische Ölverarbeitungsanlage wieder ausgeweitet. Durch die Drohnenattacke sei die saudi-arabische Produktions- und Export-Kapazität um über fünf Millionen Fässer pro Tag eingebrochen. Die Notierungen der Ölsorte Brent seien im Anschluss zunächst um rund 19 Prozent nach oben geschossen. Zum Monatsende sei die Risikoprämie aber fast in Gänze wieder ausgepreist worden. Die fehlenden Produktionskapazitäten könnten schneller als erwartet wiederhergestellt werden.
Auf Einzelländerebene seien im Hartwährungssegment, trotz einer hohen Importabhängigkeit vom Rohöl, vor allem Schuldverschreibungen aus der Türkei gefragt gewesen. Die Rendite der zehnjährigen US-Dollar-Papiere sei um 54 Basispunkte gesunken. An den Lokalmärkten hätten Staatsanleihen aus Brasilien mit 38 Basispunkten mitunter den stärksten Renditerückgang im zehnjährigen Laufzeitenbereich verbucht. Weiterhin hätten die Zinsstrukturkurven beider Nationen - den Leitzinssenkungen der Zentralbanken entsprechend - am kurzen Ende noch stärkere Renditerückgänge verzeichnet.
Am Primärmarkt hätten neben zahlreichen Unternehmen vor allem zum Monatsende hin einige Staaten neue Anleihen emittiert. Diese hätten das stabile und zuletzt durch eine weitere Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve unterstützte Kapitalmarktumfeld genutzt. In der Kalenderwoche 39 habe Abu Dhabi über drei Tranchen mit einem Emissionsvolumen von zehn Milliarden US-Dollar die größte Neuemission platziert. Daneben hätten auch Uruguay, Ecuador und Südafrika in US-Dollar denominierte Papiere emittiert. Kasachstan und Montenegro seien hingegen mit Euro-Anleihen an den Markt gekommen. Die Neuemissionen seien in Summe gut aufgenommen worden, wobei die auf US-Dollar lautenden Papiere im Vergleich zu den Euro-Emissionen eher schwächer gehandelt hätten. Das höhere Emissionsvolumen in US-Dollar habe auf den Anleihen gelastet. (Ausgabe vom 15.10.2019) (17.10.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Gemessen am J.P. Morgan EMBI Global Div.-Index habe der Gesamtmarkt ein leichtes Minus von 0,5 Prozent verbucht. Die Risikoaufschläge hätten sich zunächst um über 20 auf 326 Basispunkte eingeengt, aber zur Monatsmitte aufgrund der Angriffe auf eine saudi-arabische Ölverarbeitungsanlage wieder ausgeweitet. Durch die Drohnenattacke sei die saudi-arabische Produktions- und Export-Kapazität um über fünf Millionen Fässer pro Tag eingebrochen. Die Notierungen der Ölsorte Brent seien im Anschluss zunächst um rund 19 Prozent nach oben geschossen. Zum Monatsende sei die Risikoprämie aber fast in Gänze wieder ausgepreist worden. Die fehlenden Produktionskapazitäten könnten schneller als erwartet wiederhergestellt werden.
Am Primärmarkt hätten neben zahlreichen Unternehmen vor allem zum Monatsende hin einige Staaten neue Anleihen emittiert. Diese hätten das stabile und zuletzt durch eine weitere Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve unterstützte Kapitalmarktumfeld genutzt. In der Kalenderwoche 39 habe Abu Dhabi über drei Tranchen mit einem Emissionsvolumen von zehn Milliarden US-Dollar die größte Neuemission platziert. Daneben hätten auch Uruguay, Ecuador und Südafrika in US-Dollar denominierte Papiere emittiert. Kasachstan und Montenegro seien hingegen mit Euro-Anleihen an den Markt gekommen. Die Neuemissionen seien in Summe gut aufgenommen worden, wobei die auf US-Dollar lautenden Papiere im Vergleich zu den Euro-Emissionen eher schwächer gehandelt hätten. Das höhere Emissionsvolumen in US-Dollar habe auf den Anleihen gelastet. (Ausgabe vom 15.10.2019) (17.10.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


