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Emerging Markets: Erwartungen sinkender Zinsen unterstützen Schwellenländer
11.07.19 11:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der abgelaufene Handelsmonat verlief für die Schwellenländeranleihen äußerst positiv, so die Experten von Union Investment.
Für Erleichterung habe die Einigung im Flüchtlings- und Zollstreit zwischen den USA und Mexiko gesorgt. Die ursprünglich seitens der USA angedrohten Sonderabgaben hätten primär als Druckmittel des US-Präsidenten im Kampf gegen die illegale Einwanderung gedient. Nachdem aber Mexiko zugesagt habe, zukünftig stärker gegen die Migration vorzugehen, seien die Zölle nun auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden. Weiterhin hätten die Anleihemärkte der aufstrebenden Volkswirtschaften von der Suche nach profitablen Anlageformen profitiert, da die Renditen aus den Kernmärkten teils neue Tiefststände erreicht hätten.
Die Notenbanken hätten dabei keine unerhebliche Rolle gespielt. Auf der jüngsten Sitzung der US Notenbank Federal Reserve sei das Leitzinsband zwar unverändert geblieben, doch würden die Marktteilnehmer angesichts der weiteren konjunkturellen Eintrübung von Zinssenkungen innerhalb der zweiten Jahreshälfte ausgehen. Entsprechend hätten die Schwellenländeranleihen auf Indexebene (JP Morgan EMBI Global Div.-Index) um 3,4 Prozent zugelegt.
Insbesondere Anleihen aus der Türkei hätten an die positive Entwicklung des Vormonats anknüpfen können und erneut kräftige Renditerückgänge verbucht. Der Wahlsieg des Oppositionskandidaten Ekrem Imamoglu bei der wiederholten Bürgermeisterwahl in Istanbul habe die Rendite der zehnjährigen Lokalwährungspapiere zwischenzeitlich auf 16,1 Prozent gedrückt. Im Monatsvergleich sei die Rendite der Titel um 1,8 Prozent gesunken. Papiere aus Brasilien hätten außerdem von der positiven Goldpreisentwicklung Rückenwind erhalten. Zudem seien Anleihen aus Russland durch einen festeren Ölpreis unterstützt worden.
Das für Schwellenländeranleihen grundsätzlich positive Marktumfeld sei auch von einer Reihe von Staaten genutzt worden, um wieder an frisches Geld zu gelangen. Zu den Emittenten in Euro hätten unter anderem Indonesien, Kroatien und die Ukraine gehört. Darüber hinaus hätten auch Serbien und Saudi-Arabien Interesse an einer Platzierung in der Gemeinschaftswährung signalisiert. Trotz zahlreicher Neuemissionen sei die Stimmung an den Primärmärkten insgesamt freundlich gewesen. (Ausgabe vom 09.07.2019) (11.07.2019/alc/a/a)
Für Erleichterung habe die Einigung im Flüchtlings- und Zollstreit zwischen den USA und Mexiko gesorgt. Die ursprünglich seitens der USA angedrohten Sonderabgaben hätten primär als Druckmittel des US-Präsidenten im Kampf gegen die illegale Einwanderung gedient. Nachdem aber Mexiko zugesagt habe, zukünftig stärker gegen die Migration vorzugehen, seien die Zölle nun auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden. Weiterhin hätten die Anleihemärkte der aufstrebenden Volkswirtschaften von der Suche nach profitablen Anlageformen profitiert, da die Renditen aus den Kernmärkten teils neue Tiefststände erreicht hätten.
Insbesondere Anleihen aus der Türkei hätten an die positive Entwicklung des Vormonats anknüpfen können und erneut kräftige Renditerückgänge verbucht. Der Wahlsieg des Oppositionskandidaten Ekrem Imamoglu bei der wiederholten Bürgermeisterwahl in Istanbul habe die Rendite der zehnjährigen Lokalwährungspapiere zwischenzeitlich auf 16,1 Prozent gedrückt. Im Monatsvergleich sei die Rendite der Titel um 1,8 Prozent gesunken. Papiere aus Brasilien hätten außerdem von der positiven Goldpreisentwicklung Rückenwind erhalten. Zudem seien Anleihen aus Russland durch einen festeren Ölpreis unterstützt worden.
Das für Schwellenländeranleihen grundsätzlich positive Marktumfeld sei auch von einer Reihe von Staaten genutzt worden, um wieder an frisches Geld zu gelangen. Zu den Emittenten in Euro hätten unter anderem Indonesien, Kroatien und die Ukraine gehört. Darüber hinaus hätten auch Serbien und Saudi-Arabien Interesse an einer Platzierung in der Gemeinschaftswährung signalisiert. Trotz zahlreicher Neuemissionen sei die Stimmung an den Primärmärkten insgesamt freundlich gewesen. (Ausgabe vom 09.07.2019) (11.07.2019/alc/a/a)


