Erweiterte Funktionen
Emerging Markets-Anleihen tendenziell weiter leicht unter Druck
27.12.12 12:35
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Wirtschaftlich mehren sich in vielen Schwellenländern weiterhin die Anzeichen für einen leichten Konjunkturaufschwung, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "bondreport".
Die von Europa, Japan und den USA ausgehenden globalen Wachstumsrisiken bestünden aber nach wie vor und dürften auch die Volkswirtschaften der Schwellenländer bremsen. Im Gegenzug würden letztere jedoch zumeist noch über Spielraum verfügen, um mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen die eigene Wirtschaft anzukurbeln.
Weltweit seien weiterhin starke Kapitalzuflüsse in Anleihen aus den Emerging Markets (EM) zu verzeichnen und ein Ende dieses Trends sei derzeit nicht zu erkennen. Vor allem Hartwährungsanleihen hätten davon stark profitiert, während einige Emerging Markets-Währungen in diesem Jahr sogar deutlich unter Druck gekommen seien, beispielsweise der Brasilianische Real (BRL) oder die Indische Rupie (INR).
Die allermeisten EM-Anleihen seien angesichts dessen (ähnlich wie viele Unternehmensanleihen aus den entwickelten Industriestaaten) nicht mehr als unterbewertet anzusehen. Gleichwohl könnten sie auch 2013 abermals eine deutliche positive Wertentwicklung aufweisen, vor allem, wenn angesichts der Niedrigzinsen in den USA, der EU und Japan die Jagd der Investoren nach höheren Renditen anhalte. Letztere würden dabei allerdings beginnen, die Ausfallsrisiken für Schwellenländeranleihen zu unterschätzen.
Dessen ungeachtet sei der Ausblick sowohl für die Anleihen als auch die Währungen der allermeisten Schwellenländer für die kommenden Quartale jedoch weiterhin positiv - sowohl absolut als auch relativ zu den entwickelten Märkten. Auch hier dürften Unternehmensanleihen oftmals attraktivere Risiko-Ertrags-Profile aufweisen als Staatsanleihen. (Ausgabe Dezember 2012) (27.12.2012/alc/a/a)
Die von Europa, Japan und den USA ausgehenden globalen Wachstumsrisiken bestünden aber nach wie vor und dürften auch die Volkswirtschaften der Schwellenländer bremsen. Im Gegenzug würden letztere jedoch zumeist noch über Spielraum verfügen, um mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen die eigene Wirtschaft anzukurbeln.
Die allermeisten EM-Anleihen seien angesichts dessen (ähnlich wie viele Unternehmensanleihen aus den entwickelten Industriestaaten) nicht mehr als unterbewertet anzusehen. Gleichwohl könnten sie auch 2013 abermals eine deutliche positive Wertentwicklung aufweisen, vor allem, wenn angesichts der Niedrigzinsen in den USA, der EU und Japan die Jagd der Investoren nach höheren Renditen anhalte. Letztere würden dabei allerdings beginnen, die Ausfallsrisiken für Schwellenländeranleihen zu unterschätzen.
Dessen ungeachtet sei der Ausblick sowohl für die Anleihen als auch die Währungen der allermeisten Schwellenländer für die kommenden Quartale jedoch weiterhin positiv - sowohl absolut als auch relativ zu den entwickelten Märkten. Auch hier dürften Unternehmensanleihen oftmals attraktivere Risiko-Ertrags-Profile aufweisen als Staatsanleihen. (Ausgabe Dezember 2012) (27.12.2012/alc/a/a)


