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Eine Sache welche die USA und Japan gemeinsam haben…


23.10.25 09:45
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - US-Präsident Trump hat bereits mehrmals versucht den US-Notenbankchef unter Druck zu setzen, um Leitzinssenkungen zu forcieren, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Weniger drastisch als in den USA habe nun auch Japans neue Finanzministerin angekündigt, dass eine Koordination zwischen Japans Regierung und der Bank of Japan (BoJ) stattfinden müsse. Hintergrund sei die starke Abwertung des JPY und die damit verbundene Inflation, welche die Kosten für Lebensmittel und andere Güter in die Höhe treibe. Seit Februar habe der JPY zum EUR bereits um 12,70% abgewertet. Ein attraktives Niveau für JPY-Käufer! Zudem plane die Finanzministerin ein Konjunkturpaket in Milliardenhöhe. Neben der Tatsache das Japan bereits eines der meistverschuldeten Volkswirtschaften weltweit sei, bestehe die Gefahr das die Inflation dadurch weiter angeheizt werden könnte. Konträr zu den USA, wo vehement Zinssenkungen gefordert würden, stünden damit in Japan Zinserhöhungen vor der Tür. Möglicherweise bereits in der Sitzung Ende des Monats oder im Dezember. Der JPY dürfte durch eine etwaige Zinserhöhung wieder etwas Boden gutmachen.

Am Mittwoch habe US-Präsident Donald Trump erstmals in seiner zweiten Amtszeit Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg verhängt. Diese würden sich gezielt gegen die russischen Ölkonzerne Lukoil und Rosneft richten. Infolge der Maßnahmen sei der Preis für die Nordsee-Rohölsorte Brent um 2,3 Prozent auf 64,01 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Auch das US-amerikanische WTI-Öl habe um 2,4 Prozent zugelegt und bei 59,88 US-Dollar notiert. Analysten würden darin eine Reaktion der Märkte auf die geopolitischen Spannungen sehen und kurzfristig weitere Volatilität bei den Energiepreisen erwarten. (23.10.2025/alc/a/a)