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EZB wird gezwungen sein, die Märkte weiter zu stützen
30.11.18 15:00
BlueBay Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Wir glauben, dass die EZB in der anstehenden Dezember-Sitzung des EZB-Rats ihre Prognosen für den Konjunkturverlauf deutlich nach unten schrauben muss, so Mark Dowding, Co-Leiter für entwickelte Märkte bei BlueBay Asset Management.
Dadurch könnte sie genötigt sein, die geldpolitische Unterstützung für die Märkte weiter aufrechtzuerhalten. Dies gelte insbesondere, weil die EZB auf der anderen Seite das angekündigte Ende der Anleihenkäufe zum Ende des Jahres bestimmt nicht wieder zurücknehmen werde.
Das bedeute aber auch, dass eine Verlängerung des auslaufenden LTRO-Refinanzierungsprogramms der EZB zur Unterstützung des Bankensektors in Europa und eine "Operation Twist" nach dem Vorbild der FED wahrscheinlich seien. Eine solche "Operation Twist" sei der Prozess, bei dem eine Zentralbank gleichzeitig kurzlaufende Anleihen verkaufe und langlaufende Anleihen kaufe, um einerseits die Kreditkosten zu senken und andererseits das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Wenn nicht schon im Dezember, dann werde die EZB diesen Schritt wahrscheinlich im ersten Quartal 2019 ankündigen - sofern man nicht doch noch eine Überraschung beim Wirtschaftswachstum erlebe.
Die Welt der Märkte bleibe also spannend. (30.11.2018/alc/a/a)
Dadurch könnte sie genötigt sein, die geldpolitische Unterstützung für die Märkte weiter aufrechtzuerhalten. Dies gelte insbesondere, weil die EZB auf der anderen Seite das angekündigte Ende der Anleihenkäufe zum Ende des Jahres bestimmt nicht wieder zurücknehmen werde.
Das bedeute aber auch, dass eine Verlängerung des auslaufenden LTRO-Refinanzierungsprogramms der EZB zur Unterstützung des Bankensektors in Europa und eine "Operation Twist" nach dem Vorbild der FED wahrscheinlich seien. Eine solche "Operation Twist" sei der Prozess, bei dem eine Zentralbank gleichzeitig kurzlaufende Anleihen verkaufe und langlaufende Anleihen kaufe, um einerseits die Kreditkosten zu senken und andererseits das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Wenn nicht schon im Dezember, dann werde die EZB diesen Schritt wahrscheinlich im ersten Quartal 2019 ankündigen - sofern man nicht doch noch eine Überraschung beim Wirtschaftswachstum erlebe.
Die Welt der Märkte bleibe also spannend. (30.11.2018/alc/a/a)


