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EZB warnt vor erhöhten Risiken an Finanzmärkten


21.11.24 09:25
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Im gestern veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht (halbjährlich) der europäischen Zentralbank (EZB) warnt die EZB vor erhöhten Risiken an den Finanzmärkten, so die Analysten der Nord LB.

Ein fragiles Wachstum, gepaart mit einem von Unsicherheiten geprägten geopolitischen Umfeld sowie zunehmenden Spannungen im Welthandel steigere das Risiko für Extremereignisse. Auch die Immobilienmärkte würden der Notenbank weiter Sorgen bereiten, hier insbesondere Gewerbeimmobilien. Explizit werde vor einer Zunahme von Verlusten gewarnt, welche für einzelne Institute und Investmentfonds erheblich ausfallen könnten.

Wie die EZB gestern mitgeteilt habe, habe sich der Lohnanstieg (Tariflöhne) in der Euro-Zone im dritten Quartal mit plus 5,42% weiter verstärkt (in Q2 habe der Zuwachs noch bei 3,54% gelegen). Das Lohnwachstum sei für die europäische Notenbank einer der wichtigsten Inflationsfaktoren und erfahre dementsprechend eine zentrale Bedeutung im Kampf gegen die Teuerung. Die nächste EZB-Zinssitzung sei für den 12. Dezember angesetzt.

Der heutige Tag warte mit einem regelrechten Füllhorn an geldpolitischen Redebeiträgen auf. Der französische, niederländische und österreichische Notenbankpräsident würden sich nebst Direktoriums-Mitglied Cipollone zu Wort melden, womit bei geldpolitisch interessierten Beobachtern eine Vielzahl an Zwischentönen im Hinblick auf die letzte EZB-Sitzung des Jahres einzuwerten sein werde. Im Währungsraum auf der anderen Seite des Atlantiks stünden Redebeiträge der FED-Offiziellen Hammack und Goolsbee auf der Tagesordnung. Am Nachmittag werde vonseiten der Makrodaten mit mindestens einem Auge auf das Verbrauchervertrauen der Eurozone geschaut werden. (21.11.2024/alc/a/a)