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EZB verändert Wortwahl bezüglich der Entwicklung der Leitzinsen
07.06.19 09:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die EZB veränderte auf ihrer gestrigen Zinssitzung die Wortwahl bezüglich der Entwicklung der Leitzinsen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.
Diese sollten nun mindestens bis über die erste Jahreshälfte 2020 auf dem aktuellen Niveau bleiben. Die Prognosen für Inflation und BIP-Wachstum seien etwas nach unten korrigiert worden. Die Konditionen der längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO-III) seien mit einem Zinssatz von 10 BP über dem Hauptrefinanzierungssatz bzw. dem Einlagesatz (für die Banken deren anrechenbares Kreditvolumen über eine gewisse Benchmark ansteige) gemäß den Erwartungen ausgefallen. Die EZB setze damit ihre ausgesprochen expansive Geldpolitik auf absehbare Zeit fort. Die Wahrscheinlichkeit einer Senkung des Einlagesatzes zum Jahreswechsel sei allerdings weitgehend ausgepreist worden. Die Renditen kurzer deutscher Staatsanleihen seien daher leicht angestiegen. Sollten sich die Konjunktur- und Inflationsaussichten weiter eintrüben, erschienen weitere expansive Maßnahmen wie Zinssenkungen oder ein neues Anleihekaufprogramm wieder denkbar. Sie würden im EZB-Rat bereits diskutiert.
Datenseitig stehe heute der USArbeitsmarktbericht für Mai im Fokus. Viele Stimmungsindikatoren würden bereits eine Abschwächung der US-Wirtschaft anzeigen. Der Arbeitsmarkt sei bisher aber äußerst solide. Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden mit einem klar verlangsamten Beschäftigungszuwachs (144 Tsd.) rechnen. Dies könnte die Sorge vor einem Konjunkturabschwung weiter verstärken.
Am Primärmarkt habe gestern Spanien zwei Anleihen (2021, 2024) um EUR 2,5 Mrd. aufgestockt. Trotz negativer Rendite seien sie 3-fach überzeichnet gewesen. Frankreich habe vier Anleihen (2027, 2029, 2036, 2050) um insgesamt EUR 8 Mrd. aufgestockt. Auch diese seien deutlich überzeichnet gewesen, die Laufzeit 2027 sogar 6-fach. (07.06.2019/alc/a/a)
Diese sollten nun mindestens bis über die erste Jahreshälfte 2020 auf dem aktuellen Niveau bleiben. Die Prognosen für Inflation und BIP-Wachstum seien etwas nach unten korrigiert worden. Die Konditionen der längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO-III) seien mit einem Zinssatz von 10 BP über dem Hauptrefinanzierungssatz bzw. dem Einlagesatz (für die Banken deren anrechenbares Kreditvolumen über eine gewisse Benchmark ansteige) gemäß den Erwartungen ausgefallen. Die EZB setze damit ihre ausgesprochen expansive Geldpolitik auf absehbare Zeit fort. Die Wahrscheinlichkeit einer Senkung des Einlagesatzes zum Jahreswechsel sei allerdings weitgehend ausgepreist worden. Die Renditen kurzer deutscher Staatsanleihen seien daher leicht angestiegen. Sollten sich die Konjunktur- und Inflationsaussichten weiter eintrüben, erschienen weitere expansive Maßnahmen wie Zinssenkungen oder ein neues Anleihekaufprogramm wieder denkbar. Sie würden im EZB-Rat bereits diskutiert.
Datenseitig stehe heute der USArbeitsmarktbericht für Mai im Fokus. Viele Stimmungsindikatoren würden bereits eine Abschwächung der US-Wirtschaft anzeigen. Der Arbeitsmarkt sei bisher aber äußerst solide. Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden mit einem klar verlangsamten Beschäftigungszuwachs (144 Tsd.) rechnen. Dies könnte die Sorge vor einem Konjunkturabschwung weiter verstärken.
Am Primärmarkt habe gestern Spanien zwei Anleihen (2021, 2024) um EUR 2,5 Mrd. aufgestockt. Trotz negativer Rendite seien sie 3-fach überzeichnet gewesen. Frankreich habe vier Anleihen (2027, 2029, 2036, 2050) um insgesamt EUR 8 Mrd. aufgestockt. Auch diese seien deutlich überzeichnet gewesen, die Laufzeit 2027 sogar 6-fach. (07.06.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


