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EZB sorgt für Langeweile
28.10.21 14:00
TARGOBANK
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat alle wichtigen Fragen - allem voran die Entscheidung über die Zukunft der Anleiheankäufe - auf ihre Dezember-Sitzung gelegt. Und das, obwohl die Inflationserwartungen in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen sind, so Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK.
Das hätte für eine Verschärfung der monetären Tonlage gesprochen. Andererseits seien die Stimmungsindikatoren mindestens genauso stark nach unten gegangen. Und das spiele den EZB-Tauben in die Hände, die eine eher lockere, konjunkturstimulierende Geldpolitik vorziehen würden, auch wenn diese die Preise treibe.
Unter den großen Notenbanken sei die EZB der größte Zinsbremser. Das BIP-Wachstum im Euroraum werde im letzten Quartal des Jahres 2021 möglicherweise sogar negativ ausfallen. Unter diesen Umständen sei es der obersten Währungshüterin Christine Lagarde heute leicht gefallen, den Kurs des braven Abwartens beizubehalten, ohne auch nur einen neuen Akzent zu setzen oder anzudeuten.
Der größte Befürworter einer Änderung der Geldpolitik, Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, habe seinen Abgang angekündigt. Man könnte daraus schließen, dass es für die EZB dann noch einfacher werde, ihren lockeren monetären Kurs sogar bis ins nächste Jahr hinein fortzusetzen. Aber nicht einmal diese Option sei angedeutet worden. So habe die EZB heute also einfach nur für Langeweile gesorgt. (28.10.2021/alc/a/a)
Das hätte für eine Verschärfung der monetären Tonlage gesprochen. Andererseits seien die Stimmungsindikatoren mindestens genauso stark nach unten gegangen. Und das spiele den EZB-Tauben in die Hände, die eine eher lockere, konjunkturstimulierende Geldpolitik vorziehen würden, auch wenn diese die Preise treibe.
Unter den großen Notenbanken sei die EZB der größte Zinsbremser. Das BIP-Wachstum im Euroraum werde im letzten Quartal des Jahres 2021 möglicherweise sogar negativ ausfallen. Unter diesen Umständen sei es der obersten Währungshüterin Christine Lagarde heute leicht gefallen, den Kurs des braven Abwartens beizubehalten, ohne auch nur einen neuen Akzent zu setzen oder anzudeuten.
Der größte Befürworter einer Änderung der Geldpolitik, Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, habe seinen Abgang angekündigt. Man könnte daraus schließen, dass es für die EZB dann noch einfacher werde, ihren lockeren monetären Kurs sogar bis ins nächste Jahr hinein fortzusetzen. Aber nicht einmal diese Option sei angedeutet worden. So habe die EZB heute also einfach nur für Langeweile gesorgt. (28.10.2021/alc/a/a)


