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EZB setzt Senkungspfad fort


13.12.24 09:41
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Wie erwartet hat die EZB den Leitzins gestern um 0,25% gesenkt, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Der Hauptrefinanzierungssatz liege nun bei 3,15%. Der Euro habe sich daraufhin im Vergleich zum US-Dollar abgeschwächt und sei erneut unter die 1,05-Marke gefallen. Neben der Zinssenkung der EZB habe auch die zuletzt angestiegene Inflation in den USA zur US-Dollar-Stärke beigetragen. Doch es gebe weitere Gründe. Der Devisenmarkt denke in Erwartungen. Was sei also die Erwartungshaltung der Märkte für das kommende Jahr? Eine starke US-Wirtschaft, der hartnäckige Kampf gegen die Inflation und zusätzliche Inflationsrisiken durch die Trump-Präsidentschaft stellten den Zinssenkungspfad der FED auf die Probe. Ein höherer Leitzins spreche für eine stärkere Währung.

Im Euroraum sei das Bild hingegen ein anderes. Die Inflation bewege sich um das 2%-Ziel, doch die Wirtschaft schwächle. Die gestern veröffentlichte IfW-Prognose erwarte eine Stagnation der deutschen Wirtschaft im Jahr 2025. Der Markt erwarte von der EZB daher eine Reihe von Zinssenkungen - solange sie die Inflation im Griff habe. Analysten hielten im Euroraum mit Jahresende 2025 derzeit sogar einen Leitzins von unter 2% für möglich. Diese Aussichten würden derzeit nicht zur EUR-Stärke beitragen. (13.12.2024/alc/a/a)