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EZB reagiert auf Konjunkturschwäche
18.06.19 17:07
Principal Global Investors
Des Moines (www.anleihencheck.de) - "Antwort auf Konjunkturschwäche, die die Trump-Administration verursacht" - Seema Shah, Senior Global Investment Strategist bei Principal Global Investors, kommentiert die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, ihre Geldpolitik wieder zu lockern, falls die Inflation auf absehbare Zeit nicht anzieht.
Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, auf eine Konjunkturschwäche zu antworten, die durch die Handelspolitik der Regierung Trump verursacht worden sei, könne kaum als Versuch beschrieben werden, sich einen wirtschaftlichen Vorteil durch Währungsabwertung zu verschaffen. Präsident Trumps wirtschaftspolitische Lehre scheine es zu sein, dass sich Zentralbanken einfach zurücklehnen sollten und es zulassen würden, dass ihre Ökonomien von extern geschaffenen Problemen in Mitleidenschaft gezogen würden. Natürlich ausgenommen die Federal Reserve. Aber auch die US-Wirtschaft würde nicht von einer Rezession in der Eurozone profitieren.
Ohne den Handelskrieg würde der US-Dollar wohl an Wert einbüßen. Angesichts eines wahrscheinlich langwierigen Handelskriegs und der Tatsache, dass die USA weniger handelsabhängig als Europa oder China seien, sei die Stärke des US-Dollar aus ökonomischer Sicht jedoch absolut nachvollziehbar.
Darüber hinaus sei der Euro in den letzten Monaten überbewertet worden. Er sei trotz wachsender wirtschaftlicher Sorgen und politischer Instabilität stark geblieben. Die heutige Ankündigung der EZB führe den Euro daher näher an das Level heran, an dem es die wirtschaftlichen Fundamentaldaten vor wenigen Monaten erwartet hätten. Präsident Trump und die Märkte sollten sich auf eine weitere Abwertung des Euros einstellen, da sich die Wirtschaft der Eurozone im Gefolge der wachsenden Handelsspannungen der USA mit China und weiteren Nationen abschwäche. (18.06.2019/alc/a/a)
Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, auf eine Konjunkturschwäche zu antworten, die durch die Handelspolitik der Regierung Trump verursacht worden sei, könne kaum als Versuch beschrieben werden, sich einen wirtschaftlichen Vorteil durch Währungsabwertung zu verschaffen. Präsident Trumps wirtschaftspolitische Lehre scheine es zu sein, dass sich Zentralbanken einfach zurücklehnen sollten und es zulassen würden, dass ihre Ökonomien von extern geschaffenen Problemen in Mitleidenschaft gezogen würden. Natürlich ausgenommen die Federal Reserve. Aber auch die US-Wirtschaft würde nicht von einer Rezession in der Eurozone profitieren.
Ohne den Handelskrieg würde der US-Dollar wohl an Wert einbüßen. Angesichts eines wahrscheinlich langwierigen Handelskriegs und der Tatsache, dass die USA weniger handelsabhängig als Europa oder China seien, sei die Stärke des US-Dollar aus ökonomischer Sicht jedoch absolut nachvollziehbar.
Darüber hinaus sei der Euro in den letzten Monaten überbewertet worden. Er sei trotz wachsender wirtschaftlicher Sorgen und politischer Instabilität stark geblieben. Die heutige Ankündigung der EZB führe den Euro daher näher an das Level heran, an dem es die wirtschaftlichen Fundamentaldaten vor wenigen Monaten erwartet hätten. Präsident Trump und die Märkte sollten sich auf eine weitere Abwertung des Euros einstellen, da sich die Wirtschaft der Eurozone im Gefolge der wachsenden Handelsspannungen der USA mit China und weiteren Nationen abschwäche. (18.06.2019/alc/a/a)


