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EZB lockert ihre bereits ultra-expansive Geldpolitik noch weiter
07.07.14 15:25
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Welch ein Unterschied! Die EZB hat ihre bereits ultra-expansive Geldpolitik noch weiter gelockert und in Aussicht gestellt, ihre Nullzinspolitik bis Ende 2016 fortzusetzen, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Das scheine vielen Politikern immer noch nicht genug. Insbesondere von der Südperipherie und von Frankreich würden neue Forderungen nach Konjunkturförderungsprogrammen und einer Aussetzung des Stabilitätspaktes erhoben, unterstützt sogar noch durch den IWF. Doch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) komme in ihrem Jahresbericht zu einer ganz anderen Empfehlung.
Die BIZ fordere einen fundamentalen Wandel in der weltweiten Wirtschaftspolitik. Statt auf kurzfristige Einflüsse zu setzen, sollten besser langfristige Auswirkungen, etwa bei Vermögenspreisen und der Kreditentwicklung, in den Fokus rücken. Hierfür wäre "ein neuer Kompass" gesucht. Der General Manager der BIZ mahne den zügigen Abbau der Staatsschulden und einen Mentalitätswechsel an. Selbst bei einer Fortsetzung der Nullzinspolitik werde der Schuldendienst (Zinszahlungen plus Tilgungen) weiter ansteigen. Unumgänglich sei eine Rückkehr zu einem langfristig tragbaren ("sustainable") Schuldendienst.
Die Diskussion über eine Aufweichung des Pakts halte Caruana für ein fatales Signal. Außerdem fordere er den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik: Sei die Geldpolitik für lange Zeit sehr expansiv, vermindere sich der Reformdruck. Nur wenn die Volkswirtschaft die notwendigen Reformen umsetze, könne die Geldpolitik ihre volle Wirkung entfalten, so Caruana.
Die oberste Zentralbank warne vor neuen Finanzblasen. Die Zentralbanken sollten ihre Geldpolitik bald zügeln. Es drohe die Gefahr, dass die Anleger auf der Suche nach Rendite immer größere Risiken eingehen würden. Aktuell sehe alles zwar gut aus, aber es baue sich möglicherweise ein schmerzhafter und zerstörerischer Umschwung auf. Die BIZ habe keine Deflationssorgen.
Ob diese Forderungen der BIZ von Notenbanken und Regierungen ernst genommen würden, bleibe mehr als fraglich. Eine neue Krise sei eher wahrscheinlich. (07.07.2014/alc/a/a)
Das scheine vielen Politikern immer noch nicht genug. Insbesondere von der Südperipherie und von Frankreich würden neue Forderungen nach Konjunkturförderungsprogrammen und einer Aussetzung des Stabilitätspaktes erhoben, unterstützt sogar noch durch den IWF. Doch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) komme in ihrem Jahresbericht zu einer ganz anderen Empfehlung.
Die Diskussion über eine Aufweichung des Pakts halte Caruana für ein fatales Signal. Außerdem fordere er den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik: Sei die Geldpolitik für lange Zeit sehr expansiv, vermindere sich der Reformdruck. Nur wenn die Volkswirtschaft die notwendigen Reformen umsetze, könne die Geldpolitik ihre volle Wirkung entfalten, so Caruana.
Die oberste Zentralbank warne vor neuen Finanzblasen. Die Zentralbanken sollten ihre Geldpolitik bald zügeln. Es drohe die Gefahr, dass die Anleger auf der Suche nach Rendite immer größere Risiken eingehen würden. Aktuell sehe alles zwar gut aus, aber es baue sich möglicherweise ein schmerzhafter und zerstörerischer Umschwung auf. Die BIZ habe keine Deflationssorgen.
Ob diese Forderungen der BIZ von Notenbanken und Regierungen ernst genommen würden, bleibe mehr als fraglich. Eine neue Krise sei eher wahrscheinlich. (07.07.2014/alc/a/a)


