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EZB kündigt geldpolitische Maßnahmen für September an
09.08.19 10:37
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrem Treffen am 25. Juli wie erwartet die Lockerung ihrer geldpolitischen Linie angekündigt, so die Experten von Union Investment.
Die Zinssätze seien zwar unverändert geblieben, allerdings bereite die EZB ein umfangreiches Paket geldpolitischer Maßnahmen für September vor. So würden die zuständigen EZB-Gremien Vorschläge zur Einführung von Staffelzinsen und zur Neuauflage eines Wertpapier-Ankaufprogramms erarbeiten. Darüber hinaus habe die EZB erwartungsgemäß ihre Kommunikation geändert und dabei Zinssenkungen konkret in Aussicht gestellt.
Insgesamt sei der Juli ein für europäische Staatsanleihen sehr erfreulicher Monat gewesen. Vor allem habe der Markt in der zweiten Monatshälfte im Vorfeld der EZB-Sitzung deutlich nach oben tendiert. Auf Indexebene (iBoxx Sovereigns) habe der Gesamtmarkt um 1,7 Prozent zugelegt, dabei sei zum Monatsende ein Jahreshöchststand erzielt worden. Kurz nach der EZB-Pressekonferenz hätten die Märkte zunächst einen Teil ihrer Zuwächse wieder abgegeben, da Präsident Draghi trotz der wirtschaftlich schlechten Lage im Euroraum keine ausgeprägten Rezessionsgefahren sehe. Dies habe die Anleger dann doch etwas am Umfang kommender EZB-Maßnahmen zweifeln lassen. Dennoch habe sich der insgesamt freundliche Trend bis zum Monatsende fortgesetzt.
In einigen Märkten seien renditeseitig neue Tiefs zu beobachten gewesen. Bei den richtungsweisenden zehnjährigen Laufzeiten hätten sich etwa deutsche Bundesanleihen vorübergehend mit minus 42 Basispunkten verzinst. Die deutsche Zinskurve habe über die langen Laufzeiten etwas flacher tendiert. In der Peripherie seien vor allem italienische Bonds gefragt gewesen, es sei renditeseitig zeitweise unter die 1,4-Prozentmarke gegangen. Griechische Zehnjahrespapiere hätten sich zeitweise mit 1,9 Prozent verzinst und damit geringer als US-amerikanische Schatzanweisungen. Die Peripherieanleihen insgesamt hätten sich mit plus 2,2 Prozent deutlich besser entwickelt als jene aus den Kernländern, die um 1,3 Prozent (beide ICE BofA Merrill Lynch-Indices) zugelegt hätten.
Die Geldpolitik der großen Notenbanken werde auch in den kommenden Wochen der marktbestimmende Faktor für die Entwicklung an den Rentenmärkten bleiben. (Ausgabe vom 07.08.2019) (09.08.2019/alc/a/a)
Die Zinssätze seien zwar unverändert geblieben, allerdings bereite die EZB ein umfangreiches Paket geldpolitischer Maßnahmen für September vor. So würden die zuständigen EZB-Gremien Vorschläge zur Einführung von Staffelzinsen und zur Neuauflage eines Wertpapier-Ankaufprogramms erarbeiten. Darüber hinaus habe die EZB erwartungsgemäß ihre Kommunikation geändert und dabei Zinssenkungen konkret in Aussicht gestellt.
In einigen Märkten seien renditeseitig neue Tiefs zu beobachten gewesen. Bei den richtungsweisenden zehnjährigen Laufzeiten hätten sich etwa deutsche Bundesanleihen vorübergehend mit minus 42 Basispunkten verzinst. Die deutsche Zinskurve habe über die langen Laufzeiten etwas flacher tendiert. In der Peripherie seien vor allem italienische Bonds gefragt gewesen, es sei renditeseitig zeitweise unter die 1,4-Prozentmarke gegangen. Griechische Zehnjahrespapiere hätten sich zeitweise mit 1,9 Prozent verzinst und damit geringer als US-amerikanische Schatzanweisungen. Die Peripherieanleihen insgesamt hätten sich mit plus 2,2 Prozent deutlich besser entwickelt als jene aus den Kernländern, die um 1,3 Prozent (beide ICE BofA Merrill Lynch-Indices) zugelegt hätten.
Die Geldpolitik der großen Notenbanken werde auch in den kommenden Wochen der marktbestimmende Faktor für die Entwicklung an den Rentenmärkten bleiben. (Ausgabe vom 07.08.2019) (09.08.2019/alc/a/a)


