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EZB hat für Erhöhung der Renditen und Spreads gesorgt
08.02.22 12:14
Neuberger Berman
New York (www.anleihencheck.de) - Patrick Barbe, Head of European Investment Grade Fixed Income bei dem unabhängigen US-amerikanischen Vermögensverwalter Neuberger Berman, kommentiert die Aussagen der letzten EZB-Sitzung:
In ihrer Rede habe Frau Lagarde erklärt, dass das Inflationsrisiko nach oben tendiere. Für die Entwicklung der Geldpolitik seien die neuen EZB-Prognosen im März und Juni entscheidend. Weil die Inflationsrate voraussichtlich länger und höher als erwartet sein werde, würden Anleger nun damit rechnen, dass die EZB im Dezember dieses Jahres mit einer Zinserhöhung beginnen werde.
Da die EZB das Risiko einer länger anhaltenden höheren Inflation erkannt habe, habe sie für die Erhöhung der Renditen und Spreads gesorgt. Das entspreche einer impliziten Straffung der Geldpolitik: So sei beispielsweise die 10-jährige italienische Staatsanleihe um 0,17 Prozent auf 1,6 Prozent gestiegen - den höchsten Stand seit zwei Jahren.
Es gebe zwar derzeit in allen Wirtschaftssektoren der Eurozone ein Inflationsrisiko, das aber noch nicht mit dem in den USA oder im Vereinigten Königreich vergleichbar sei. Die Experten hätten sich im vergangenen Jahr dafür entschieden, ihre Anleihenduration in den Portfolios zu senken. Nach dieser EZB-Sitzung sollten die Experten diese vorsichtige Strategie beibehalten und die Auswirkungen einer derart hohen Inflation auf die Löhne abwarten. (08.02.2022/alc/a/a)
In ihrer Rede habe Frau Lagarde erklärt, dass das Inflationsrisiko nach oben tendiere. Für die Entwicklung der Geldpolitik seien die neuen EZB-Prognosen im März und Juni entscheidend. Weil die Inflationsrate voraussichtlich länger und höher als erwartet sein werde, würden Anleger nun damit rechnen, dass die EZB im Dezember dieses Jahres mit einer Zinserhöhung beginnen werde.
Da die EZB das Risiko einer länger anhaltenden höheren Inflation erkannt habe, habe sie für die Erhöhung der Renditen und Spreads gesorgt. Das entspreche einer impliziten Straffung der Geldpolitik: So sei beispielsweise die 10-jährige italienische Staatsanleihe um 0,17 Prozent auf 1,6 Prozent gestiegen - den höchsten Stand seit zwei Jahren.
Es gebe zwar derzeit in allen Wirtschaftssektoren der Eurozone ein Inflationsrisiko, das aber noch nicht mit dem in den USA oder im Vereinigten Königreich vergleichbar sei. Die Experten hätten sich im vergangenen Jahr dafür entschieden, ihre Anleihenduration in den Portfolios zu senken. Nach dieser EZB-Sitzung sollten die Experten diese vorsichtige Strategie beibehalten und die Auswirkungen einer derart hohen Inflation auf die Löhne abwarten. (08.02.2022/alc/a/a)


