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EZB hat erste Leitzinssenkung geliefert
12.06.24 09:00
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Weltwirtschaft befindet sich auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht, so die Analysten der DekaBank in ihrer aktuellen Ausgabe von "Volkswirtschaft Prognosen".
Bislang seien die Zwanzigerjahre geprägt von Schocks wie der Pandemie und dem Krieg in Europa. Hinzu kämen die Transformationsanforderungen an Unternehmen und Gesellschaften aus der Demografie, der Digitalisierung sowie dem Klimawandel. Geschäftsmodelle von Unternehmen würden überdacht und angepasst. Die Veränderungsprozesse würden Zeit brauchen, seien mit Unwägbarkeiten behaftet und dürften kaum gänzlich reibungsfrei ablaufen.
Aus Kapitalmarktsicht komme erschwerend hinzu, dass nach der großen Inflationswelle von 2021 bis 2023 und den einschneidenden Zinserhöhungen der Notenbanken die anstehende Normalisierung der Geldpolitik mit Unsicherheiten behaftet sei. So sei es offenkundig nicht zu den vor einem halben Jahr erwarteten frühen Leitzinssenkungen gekommen. Die Ende 2023 deutlich rückläufigen Anleiherenditen seien inzwischen wieder auf deutlich höheren Niveaus.
In den USA habe sich die Konjunktur äußerst widerstandsfähig gezeigt und die Inflationsraten seien nicht wie gewünscht zurückgegangen. Der US-Notenbank FED werde es wohl schwerfallen, vor November den Leitzins erstmalig zu senken. So sei die Europäische Zentralbank der FED zuvorgekommen und habe auf ihrer Juni-Sitzung die Leitzinswende eingeleitet. Die Notenbanken hätten in den letzten Monaten darauf hingewiesen, dass sie ihren geldpolitischen Kurs wegen der vielen Unwägbarkeiten datenabhängig gestalten möchten. Es sei also nicht sicher, dass es zu regelmäßigen Leitzinssenkungen komme.
Zweifellos brauche es für ein neues realwirtschaftliches Gleichgewicht perspektivisch niedrigere Leitzinsen als jetzt. Dies stecke weltweit auch in den Köpfen der Finanzmarktteilnehmer. Nun würden sich die Blicke der Volkwirte und Analysten gebannt auf die monatlichen Daten zum Arbeitsmarkt und zur Inflation aus den USA und der Eurozone richten. In der zweiten Jahreshälfte dürfte es hier noch die eine oder andere negative Überraschung geben. Doch reiche die Konfidenz in die absehbare geldpolitische Lockerung aus, um positive Kursentwicklungen an Aktien- und Rentenmärkte erwarten zu können. (Ausgabe Juni 2024) (12.06.2024/alc/a/a)
Bislang seien die Zwanzigerjahre geprägt von Schocks wie der Pandemie und dem Krieg in Europa. Hinzu kämen die Transformationsanforderungen an Unternehmen und Gesellschaften aus der Demografie, der Digitalisierung sowie dem Klimawandel. Geschäftsmodelle von Unternehmen würden überdacht und angepasst. Die Veränderungsprozesse würden Zeit brauchen, seien mit Unwägbarkeiten behaftet und dürften kaum gänzlich reibungsfrei ablaufen.
In den USA habe sich die Konjunktur äußerst widerstandsfähig gezeigt und die Inflationsraten seien nicht wie gewünscht zurückgegangen. Der US-Notenbank FED werde es wohl schwerfallen, vor November den Leitzins erstmalig zu senken. So sei die Europäische Zentralbank der FED zuvorgekommen und habe auf ihrer Juni-Sitzung die Leitzinswende eingeleitet. Die Notenbanken hätten in den letzten Monaten darauf hingewiesen, dass sie ihren geldpolitischen Kurs wegen der vielen Unwägbarkeiten datenabhängig gestalten möchten. Es sei also nicht sicher, dass es zu regelmäßigen Leitzinssenkungen komme.
Zweifellos brauche es für ein neues realwirtschaftliches Gleichgewicht perspektivisch niedrigere Leitzinsen als jetzt. Dies stecke weltweit auch in den Köpfen der Finanzmarktteilnehmer. Nun würden sich die Blicke der Volkwirte und Analysten gebannt auf die monatlichen Daten zum Arbeitsmarkt und zur Inflation aus den USA und der Eurozone richten. In der zweiten Jahreshälfte dürfte es hier noch die eine oder andere negative Überraschung geben. Doch reiche die Konfidenz in die absehbare geldpolitische Lockerung aus, um positive Kursentwicklungen an Aktien- und Rentenmärkte erwarten zu können. (Ausgabe Juni 2024) (12.06.2024/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


