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EZB erhöht Ankäufe, wird aber im Quartalsturnus überprüfen
15.03.21 11:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat auf ihrer Sitzung am Donnerstag ihren geldpolitischen Rahmen nicht verändert, so die Experten von Union Investment.
Es werde aber beabsichtigt, die monatlichen Anleiheankäufe im Rahmen des PEPP im kommenden Quartal temporär zu erhöhen. Das geplante Gesamtvolumen solle jedoch unverändert bleiben. Diese Entscheidung sei im Rat einstimmig nach einer gemeinsamen Bewertung der Finanzierungskonditionen und der Inflationsentwicklung getroffen worden.
Damit reagiere die EZB schlussendlich auf den Renditeanstieg an den Anleihemärkten in den vergangenen Wochen. Weniger ausschlaggebend sei die Inflationseinschätzung gewesen, die im Rahmen der aktualisierten Projektionen am Ende des Projektionshorizonts mit 1,4 Prozent unverändert geblieben sei.
Der Markt habe zuletzt darüber spekuliert, ob und wie die EZB auf den jüngsten Renditeanstieg reagiere. Am Donnerstag sei dann klar geworden, dass die EZB mit dem Ankaufprogramm in der letzten Phase steigender Renditen nicht stärker am Markt aktiv gewesen sei. Zunächst sollte die Diskussion der Ratsmitglieder auf der Sitzung am Donnerstag abgewartet werden.
Nunmehr sollten die erhöhten Ankäufe zunächst für ein Quartal gelten, um dann mit den kommenden Juni-Projektionen die Situation neu zu bewerten. Es sei durchgeklungen, dass künftig das monatliche Kauftempo wohl in jedem Quartal (mit den jeweils neuen Projektionen) im EZB-Rat diskutiert werde. Zu der beabsichtigten Höhe der Kaufvolumina in den nächsten Monaten habe sich die EZB nicht geäußert.
Die verstärkten Ankäufe der EZB dürften vor allem langlaufende Papiere aus den Euro-Kern- und Peripherieländern stärken. Von einer vollständigen Immunisierung der Bundesanleihen gegenüber (im Falle weiter steigender US-Renditen) übergreifender Effekte aus dem US-Staatsanleihesektor sollte jedoch nicht ausgegangen werden. (Ausgabe vom 12.03.2021) (15.03.2021/alc/a/a)
Es werde aber beabsichtigt, die monatlichen Anleiheankäufe im Rahmen des PEPP im kommenden Quartal temporär zu erhöhen. Das geplante Gesamtvolumen solle jedoch unverändert bleiben. Diese Entscheidung sei im Rat einstimmig nach einer gemeinsamen Bewertung der Finanzierungskonditionen und der Inflationsentwicklung getroffen worden.
Der Markt habe zuletzt darüber spekuliert, ob und wie die EZB auf den jüngsten Renditeanstieg reagiere. Am Donnerstag sei dann klar geworden, dass die EZB mit dem Ankaufprogramm in der letzten Phase steigender Renditen nicht stärker am Markt aktiv gewesen sei. Zunächst sollte die Diskussion der Ratsmitglieder auf der Sitzung am Donnerstag abgewartet werden.
Nunmehr sollten die erhöhten Ankäufe zunächst für ein Quartal gelten, um dann mit den kommenden Juni-Projektionen die Situation neu zu bewerten. Es sei durchgeklungen, dass künftig das monatliche Kauftempo wohl in jedem Quartal (mit den jeweils neuen Projektionen) im EZB-Rat diskutiert werde. Zu der beabsichtigten Höhe der Kaufvolumina in den nächsten Monaten habe sich die EZB nicht geäußert.
Die verstärkten Ankäufe der EZB dürften vor allem langlaufende Papiere aus den Euro-Kern- und Peripherieländern stärken. Von einer vollständigen Immunisierung der Bundesanleihen gegenüber (im Falle weiter steigender US-Renditen) übergreifender Effekte aus dem US-Staatsanleihesektor sollte jedoch nicht ausgegangen werden. (Ausgabe vom 12.03.2021) (15.03.2021/alc/a/a)


