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EZB dürfte ihre Zinsen bis 2019 unverändert lassen
22.01.18 13:15
Allianz Global Investors
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Für die erste EZB-Ratssitzung in diesem Jahr erwarten Investoren eine Änderung in der Forward Guidance der Europäischen Zentralbank und möglicherweise eine Ankündigung über das Ende ihres Wertpapierkaufprogramms, so Franck Dixmier, Global Head of Fixed Income bei Allianz Global Investors, im Vorfeld der EZB-Sitzung am 25. Januar 2018.
In den letzten Wochen habe der Druck einiger bedeutender Mitglieder im EZB-Rat, insbesondere von Seiten des Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann und EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Curé, in Richtung einer klaren Ankündigung hinsichtlich des Endes des Ankaufprogramms zugenommen. Laut des am 11. Januar veröffentlichten Protokolls der letzten Ratssitzung befürworte eine wachsende Zahl an Ratsmitgliedern nun eine Änderung in der Kommunikation ab Anfang diesen Jahres. Das ein wichtiger Punkt, der die tief verwurzelte Überzeugung von Investoren, dass die Zinssätze länger niedrig bleiben würden, beeinflusse.
Bislang habe die EZB darauf verwiesen, dass der Inflationsausblick unter dem mittelfristigen Ziel bleibe, um die Fortführung des Wertpapierkaufprogramms zu rechtfertigen. Trotz eines breit angelegten, stetigen und nachhaltigen Wirtschaftswachstums in der Eurozone verharre der Inflationsausblick unter der Zielmarke von 2 Prozent. Das Problem hierbei sei, ein Festhalten am Junktim zwischen Inflation und quantitativer Lockerung würde die Überzeugung vieler Investoren, dass die Zinssätze dauerhaft niedrig bleiben würden, verfestigen. Dies wiederum könnte sich letztendlich zu einem Risiko für die Finanzstabilität entwickeln.
Die EZB werde voraussichtlich erneut bekräftigen, dass sie ihren geldpolitischen Normalisierungsprozess schrittweise vollziehen werde, indem sie erst die quantitative Lockerung beende und zu einem späteren Zeitpunkt die Leitzinsen erhöhe.
Die Experten würden davon ausgehen, dass die Leitzinsen nicht vor 2019 angehoben würden. Die extreme Anfälligkeit der Rentenmärkte gegenüber der Normalisierung der Geldpolitik habe sich zuletzt am Anstieg der langfristigen Renditen in den USA gezeigt und auch an den Marktturbulenzen infolge der Ankündigung der Bank of Japan, ihre Anleihekäufe leicht zu reduzieren. Die Märkte müssten offensichtlich sehr vorsichtig vorbereitet werden. Die Experten würden daher erwarten, dass die EZB im ersten Quartal ihre Kommunikation entsprechend anpassen werde.
Im globalen Kontext zeichne sich für 2018 immer deutlicher eine fortschreitende Divergenz zwischen der europäischen und US-amerikanischen Geldpolitik ab. Während die EZB ihre Zinsen bis 2019 unverändert lassen dürfte, würden die Experten davon ausgehen, dass die Federal Reserve die Zinsen in diesem Jahr drei- bis viermal erhöhen werde. Die Märkte würden nur zwei Zinserhöhungen erwarten. (22.01.2018/alc/a/a)
In den letzten Wochen habe der Druck einiger bedeutender Mitglieder im EZB-Rat, insbesondere von Seiten des Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann und EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Curé, in Richtung einer klaren Ankündigung hinsichtlich des Endes des Ankaufprogramms zugenommen. Laut des am 11. Januar veröffentlichten Protokolls der letzten Ratssitzung befürworte eine wachsende Zahl an Ratsmitgliedern nun eine Änderung in der Kommunikation ab Anfang diesen Jahres. Das ein wichtiger Punkt, der die tief verwurzelte Überzeugung von Investoren, dass die Zinssätze länger niedrig bleiben würden, beeinflusse.
Die EZB werde voraussichtlich erneut bekräftigen, dass sie ihren geldpolitischen Normalisierungsprozess schrittweise vollziehen werde, indem sie erst die quantitative Lockerung beende und zu einem späteren Zeitpunkt die Leitzinsen erhöhe.
Die Experten würden davon ausgehen, dass die Leitzinsen nicht vor 2019 angehoben würden. Die extreme Anfälligkeit der Rentenmärkte gegenüber der Normalisierung der Geldpolitik habe sich zuletzt am Anstieg der langfristigen Renditen in den USA gezeigt und auch an den Marktturbulenzen infolge der Ankündigung der Bank of Japan, ihre Anleihekäufe leicht zu reduzieren. Die Märkte müssten offensichtlich sehr vorsichtig vorbereitet werden. Die Experten würden daher erwarten, dass die EZB im ersten Quartal ihre Kommunikation entsprechend anpassen werde.
Im globalen Kontext zeichne sich für 2018 immer deutlicher eine fortschreitende Divergenz zwischen der europäischen und US-amerikanischen Geldpolitik ab. Während die EZB ihre Zinsen bis 2019 unverändert lassen dürfte, würden die Experten davon ausgehen, dass die Federal Reserve die Zinsen in diesem Jahr drei- bis viermal erhöhen werde. Die Märkte würden nur zwei Zinserhöhungen erwarten. (22.01.2018/alc/a/a)


