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EZB dürfte am 12. September erneut handeln
03.09.24 10:53
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - In der ersten Jahreshälfte verharrte der EUR/USD-Wechselkurs in der engsten Handelsspanne in einem Halbjahr seit Einführung des EUR, so die Analysten von Postbank Research.
Nach der Zinssenkung durch die EZB im Juni hätten einige Marktteilnehmer bereits weitere Zinssenkungen ab Juli eingepreist. Allerdings hätten die Kommentare mehrerer EZB-Gouverneure darauf verwiesen, dass Zinssenkungen eher vierteljährlich erfolgen sollten - erst recht nachdem die Inflation unmittelbar vor der EZB-Sitzung im Juni erneut leicht zugelegt habe.
Am 12. September dürfte die EZB erneut handeln und ein weiterer Zinsschritt erscheine auch für den 12. Dezember als wahrscheinlich. Die Terminmärkte seien in Bezug auf die Sitzung am 17. Oktober noch geteilter Meinung, aber die anhaltend hohe Kerninflation und die Inflation im Dienstleistungssektor dürften die EZB zur Zurückhaltung mahnen.
Jerome Powell habe in seiner Rede am 23. August in Jackson Hole eine geldpolitische Lockerung in Aussicht gestellt: Wenn die FED davon überzeugt sei, dass das Inflationsziel erreicht worden sei, könne sie Rahmen des doppelten Mandats reflationäre Präventivmaßnahmen einleiten, um den Arbeitsmarkt zu stützen. Für die nächsten Sitzungen erwarte der Markt Zinssenkungen von 25 Bp. Allerdings könnten besser als erwartete Arbeitsmarktdaten am 6. September das Spiel drehen. Somit erscheine die Annahme für einen dauerhaft schwächeren USD verfrüht. (Ausgabe vom 02.09.2024) (03.09.2024/alc/a/a)
Nach der Zinssenkung durch die EZB im Juni hätten einige Marktteilnehmer bereits weitere Zinssenkungen ab Juli eingepreist. Allerdings hätten die Kommentare mehrerer EZB-Gouverneure darauf verwiesen, dass Zinssenkungen eher vierteljährlich erfolgen sollten - erst recht nachdem die Inflation unmittelbar vor der EZB-Sitzung im Juni erneut leicht zugelegt habe.
Am 12. September dürfte die EZB erneut handeln und ein weiterer Zinsschritt erscheine auch für den 12. Dezember als wahrscheinlich. Die Terminmärkte seien in Bezug auf die Sitzung am 17. Oktober noch geteilter Meinung, aber die anhaltend hohe Kerninflation und die Inflation im Dienstleistungssektor dürften die EZB zur Zurückhaltung mahnen.
Jerome Powell habe in seiner Rede am 23. August in Jackson Hole eine geldpolitische Lockerung in Aussicht gestellt: Wenn die FED davon überzeugt sei, dass das Inflationsziel erreicht worden sei, könne sie Rahmen des doppelten Mandats reflationäre Präventivmaßnahmen einleiten, um den Arbeitsmarkt zu stützen. Für die nächsten Sitzungen erwarte der Markt Zinssenkungen von 25 Bp. Allerdings könnten besser als erwartete Arbeitsmarktdaten am 6. September das Spiel drehen. Somit erscheine die Annahme für einen dauerhaft schwächeren USD verfrüht. (Ausgabe vom 02.09.2024) (03.09.2024/alc/a/a)


