Erweiterte Funktionen
EZB droht fünf Banken mit Dividendensperre
19.12.16 12:25
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Trotz der anhaltenden Ertragsmisere schütten Europas Banken immer noch viel zu üppige Dividenden aus, so die Experten von "FONDS professionell".
Für fünf von ihnen könnte aber im kommenden Jahr Schluss mit der Großzügigkeit sein - erzwungenermaßen. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde ihnen Ausschüttungen verbieten, weil ihre Kapitalausstattung zu schwach sei. Das gehe aus einer Mitteilung der Notenbank zu den Schwerpunkt-Plänen in der Bankenaufsicht im kommenden Jahr hervor, berichte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
Die EZB habe keine Namen der betroffenen Institute genannt. Sie würden aber zu den 123 Banken gehören, die derzeit von ihr direkt überwacht würden. Ob es am Ende aber tatsächlich zu einer Dividendensperre komme, sei noch offen. Denn die fünf Banken würden zwar derzeit nicht die Kapitalanforderungen erfüllen. Das könne sich aber bis zum ersten Quartal noch ändern, wenn die endgültigen Zahlen bekannt seien. Auf diesen würden dann die Ausschüttungen beruhen. Eine Studie habe gezeigt, dass Europas gebeutelte Banken ihre Kapitallücken sogar noch vergrößern würden, weil sie bei den Gewinnbeteiligungen an ihre Anteilseigner allzu spendabel seien.
Darüber hinaus habe die Chefin des Aufsichtsgremiums, Danièle Nouy, Europas Geldhäuser zur Zurückhaltung bei Ausschüttungen und Bonuszahlungen für 2016 gemahnt, berichte die "Börsen-Zeitung." Hintergrund für diesen Appell ist eine Änderung der EZB-Richtlinien. Ein Teil der individuellen Kapitalanforderungen einer Bank unter EZB-Aufsicht seien nunmehr nur eine "Empfehlung" und keine strikte Vorgabe mehr. Institute, die ihre Kapitalquoten nicht erfüllen würden, müssten deshalb nicht mehr automatisch Ausschüttungen aussetzen.
Die EZB habe die Regeln gelockert, weil es zu Jahresbeginn zu einem Ausverkauf bei Hybridanleihen der Geldhäuser gekommen sei. Anleger hätten angesichts sinkender Kapitalquoten und eines drohenden Ausschüttungsverbots durch die EZB um ihre Kupons gefürchtet und die Papiere massiv verkauft. Nach EZB-Definition würden Ausschüttungen neben den gezahlten Dividenden an Aktionäre auch die Kupons der Hybridbonds und Boni an Mitarbeiter umfassen. (19.12.2016/alc/a/a)
Für fünf von ihnen könnte aber im kommenden Jahr Schluss mit der Großzügigkeit sein - erzwungenermaßen. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde ihnen Ausschüttungen verbieten, weil ihre Kapitalausstattung zu schwach sei. Das gehe aus einer Mitteilung der Notenbank zu den Schwerpunkt-Plänen in der Bankenaufsicht im kommenden Jahr hervor, berichte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
Darüber hinaus habe die Chefin des Aufsichtsgremiums, Danièle Nouy, Europas Geldhäuser zur Zurückhaltung bei Ausschüttungen und Bonuszahlungen für 2016 gemahnt, berichte die "Börsen-Zeitung." Hintergrund für diesen Appell ist eine Änderung der EZB-Richtlinien. Ein Teil der individuellen Kapitalanforderungen einer Bank unter EZB-Aufsicht seien nunmehr nur eine "Empfehlung" und keine strikte Vorgabe mehr. Institute, die ihre Kapitalquoten nicht erfüllen würden, müssten deshalb nicht mehr automatisch Ausschüttungen aussetzen.
Die EZB habe die Regeln gelockert, weil es zu Jahresbeginn zu einem Ausverkauf bei Hybridanleihen der Geldhäuser gekommen sei. Anleger hätten angesichts sinkender Kapitalquoten und eines drohenden Ausschüttungsverbots durch die EZB um ihre Kupons gefürchtet und die Papiere massiv verkauft. Nach EZB-Definition würden Ausschüttungen neben den gezahlten Dividenden an Aktionäre auch die Kupons der Hybridbonds und Boni an Mitarbeiter umfassen. (19.12.2016/alc/a/a)


