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EZB: Zunehmend vorsichtigerer Kurs zeichnet sich ab
19.02.19 09:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nachdem sie gestern feiertagsbedingt geschlossen waren, öffnen in den USA heute wieder die Märkte, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Neben neuen Daten zur Stimmung der amerikanischen Wohnungsbauindustrie dürfte die US-Handelspolitik erneut in den Fokus rücken. Dabei würden diese Woche in Washington nicht nur die Handelsgespräche mit China fortgesetzt. Inzwischen lägen Donald Trump auch die Ergebnisse der Untersuchung des Handelsministeriums zur Bedeutung der US-Autoindustrie für die nationale Sicherheit vor. Experten würden davon ausgehen, dass Trump nun den Großteil seiner 90-Tage-Frist nutzen dürfte, um eine abschließende Entscheidung über eine Erhöhung der US-Autozölle zu treffen.
Für Europa hätten höhere Zölle auf Autoexporte nach Amerika drastische Konsequenzen für die Wirtschaft und dürften die derzeit schwache Wachstumsdynamik weiter belasten. EZB-Ratsmitglied François Villeroy de Galhau habe bereits angekündigt, dass die Zentralbank mit dem Einsatz ihrer geldpolitischen Instrumente wenn nötig pragmatisch vorgehen werde. In diesem Rahmen habe Ratsmitglied Benoît Coeuré zuletzt angedeutet, dass die EZB eine Verlängerung der Langfristtender (TLTROs) diskutiere, die Banken eine günstige Refinanzierung ermöglichen würden. Damit zeichne sich ein zunehmend vorsichtigerer Kurs der EZB ab. Obwohl der Euro gegen den Dollar im feiertagsbedingt ruhigen Handel gestern zugelegt habe, bleibe eine nachhaltige Aufwertung unwahrscheinlich. (19.02.2019/alc/a/a)
Neben neuen Daten zur Stimmung der amerikanischen Wohnungsbauindustrie dürfte die US-Handelspolitik erneut in den Fokus rücken. Dabei würden diese Woche in Washington nicht nur die Handelsgespräche mit China fortgesetzt. Inzwischen lägen Donald Trump auch die Ergebnisse der Untersuchung des Handelsministeriums zur Bedeutung der US-Autoindustrie für die nationale Sicherheit vor. Experten würden davon ausgehen, dass Trump nun den Großteil seiner 90-Tage-Frist nutzen dürfte, um eine abschließende Entscheidung über eine Erhöhung der US-Autozölle zu treffen.
Für Europa hätten höhere Zölle auf Autoexporte nach Amerika drastische Konsequenzen für die Wirtschaft und dürften die derzeit schwache Wachstumsdynamik weiter belasten. EZB-Ratsmitglied François Villeroy de Galhau habe bereits angekündigt, dass die Zentralbank mit dem Einsatz ihrer geldpolitischen Instrumente wenn nötig pragmatisch vorgehen werde. In diesem Rahmen habe Ratsmitglied Benoît Coeuré zuletzt angedeutet, dass die EZB eine Verlängerung der Langfristtender (TLTROs) diskutiere, die Banken eine günstige Refinanzierung ermöglichen würden. Damit zeichne sich ein zunehmend vorsichtigerer Kurs der EZB ab. Obwohl der Euro gegen den Dollar im feiertagsbedingt ruhigen Handel gestern zugelegt habe, bleibe eine nachhaltige Aufwertung unwahrscheinlich. (19.02.2019/alc/a/a)


