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EZB-Zinssenkung macht Fremdwährungen attraktiver
11.06.14 13:51
St.Galler Kantonalbank Dtld.
München (www.anleihencheck.de) - Am vergangenen Donnerstag tat die EZB das, womit viele bereits fest gerechnet haben. Sie senkte die Zinsen auf ein neues Rekordtief von 0,15 Prozent, erstmals werden die Banken für Einlagen bei der EZB mit einem Strafzins von 0,1 Prozent belegt, so die Analysten der St.Galler Kantonalbank Deutschland.
Die Politik des ultralockeren Geldes habe die Aktienmärkte beflügelt, der DAX habe endlich die Marke von 10.000 Punkten erreicht. Das Niedrigzinsumfeld stelle konservative Anleger aber vor eine echte Herausforderung. "Im jetzigen Marktumfeld lohnt sich das Sparen nicht mehr. Anleger müssen bei ihrer Strategie mehr Risiko eingehen, um überhaupt eine Rendite erzielen zu können", erkläre Michael Winkler, Chief Investment Officer der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG.
"Ein Weg wäre es, das Vermögen aus der heimischen Währung heraus zu diversifizieren. Viele Anleger sind viel zu stark auf den Euro fixiert. Dabei sind gerade jetzt Fremdwährungen eine gute Beimischung für jedes Portfolio. Allerdings gilt auch hier Vorsicht. Denn bei der Auswahl der Devisen muss natürlich genau auf die Rahmenbedingungen des jeweiligen Währungsraums geachtet werden", wisse der Anlagestratege.
Michael Winkler setze bereits seit längerem auf den US-Dollar als festen Depot-Bestandteil: "Bereits zu Jahresbeginn haben viele Experten einen leichten Höhenflug des Greenback prognostiziert, der aber immer noch nicht eingetreten ist." Gleichwohl sei der Chief Investment Officer der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG davon überzeugt, dass der US-Dollar beim derzeitigen Niveau von 1,35 eine der attraktivsten Fremdwährungen für Euro-Anleger sei.
"Für eine Stärke des US-Dollar spricht, dass die amerikanische Notenbank FED eine weniger expansive Geldpolitik verfolgt. Bei der EZB hingegen nimmt die Strategie des billigen Geldes gerade erst richtig Fahrt auf. Zudem dürfte die Attraktivität amerikanischer Staatsanleihen der dortigen Währung gut tun. Während 10-jährige Bundesanleihen einen Zins von 1,37 Prozent vorweisen, liegt dieser Wert bei US-Staatsanleihen bei 2,60 Prozent. Ein solch großer Zinsvorsprung ist sehr selten", so Michael Winkler weiter. Im Schlepptau davon dürften auch der Kanadische Dollar, der Australische Dollar und eventuell der Neuseeländische Dollar zulegen.
Doch es würden auch Alternativen in Europa bleiben. Schon seit Jahren würden die Devisen aus dem Norden überzeugen. Sowohl Norwegen, Schweden als auch Dänemark seien von den Erschütterungen des Euroraums verschont geblieben. "Vor allem Dänemark kann auf einen äußerst positiven Start in 2014 zurückblicken. Die Entwicklungen am dänischen Aktienmarkt sind ausgesprochen positiv, seit Jahresanfang zogen die Kurse an keiner Börse so stark an wie in Kopenhagen", sage Michael Winkler.
Eine der stärksten Währungen der letzten Woche sei das Britische Pfund gewesen. Im 12-Monats-Vergleich habe das Britische Pfund gegenüber dem Euro um 5 Prozent zugelegt. Der Grund dafür seien die robusten Wirtschaftsdaten auf der Insel. Nach einem positiven Jahresauftakt zeichne sich für 2014 ein Wirtschaftswachstum von 2,5 bis 3 Prozent ab. Damit werde die britische Wirtschaft ihr Vorkrisenniveau von Anfang 2008 wieder überschreiten.
Weniger aussichtsreich als bei den Briten sei die Währungsentwicklung in der Schweiz einzuschätzen: "Da die Schweizer Notenbank den Schweizer Franken eng an den Euro gekoppelt hat, gibt es trotz guter Konjunkturdaten in den nächsten Monaten kaum Chancen auf einen nachhaltigen Anstieg der Schweizer Währung."
Winkler setze bereits seit längerem auf eine gezielte Beimischung von Fremdwährungen und das aktuelle Marktumfeld gebe ihm Recht. Der Anlagestratege ziehe sogar eine Aufstockung der entsprechenden Positionen in Erwägung: "Dabei werde ich meinem Favoriten - dem US-Dollar - sicherlich treu bleiben." (11.06.2014/alc/a/a)
Die Politik des ultralockeren Geldes habe die Aktienmärkte beflügelt, der DAX habe endlich die Marke von 10.000 Punkten erreicht. Das Niedrigzinsumfeld stelle konservative Anleger aber vor eine echte Herausforderung. "Im jetzigen Marktumfeld lohnt sich das Sparen nicht mehr. Anleger müssen bei ihrer Strategie mehr Risiko eingehen, um überhaupt eine Rendite erzielen zu können", erkläre Michael Winkler, Chief Investment Officer der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG.
"Ein Weg wäre es, das Vermögen aus der heimischen Währung heraus zu diversifizieren. Viele Anleger sind viel zu stark auf den Euro fixiert. Dabei sind gerade jetzt Fremdwährungen eine gute Beimischung für jedes Portfolio. Allerdings gilt auch hier Vorsicht. Denn bei der Auswahl der Devisen muss natürlich genau auf die Rahmenbedingungen des jeweiligen Währungsraums geachtet werden", wisse der Anlagestratege.
Michael Winkler setze bereits seit längerem auf den US-Dollar als festen Depot-Bestandteil: "Bereits zu Jahresbeginn haben viele Experten einen leichten Höhenflug des Greenback prognostiziert, der aber immer noch nicht eingetreten ist." Gleichwohl sei der Chief Investment Officer der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG davon überzeugt, dass der US-Dollar beim derzeitigen Niveau von 1,35 eine der attraktivsten Fremdwährungen für Euro-Anleger sei.
Doch es würden auch Alternativen in Europa bleiben. Schon seit Jahren würden die Devisen aus dem Norden überzeugen. Sowohl Norwegen, Schweden als auch Dänemark seien von den Erschütterungen des Euroraums verschont geblieben. "Vor allem Dänemark kann auf einen äußerst positiven Start in 2014 zurückblicken. Die Entwicklungen am dänischen Aktienmarkt sind ausgesprochen positiv, seit Jahresanfang zogen die Kurse an keiner Börse so stark an wie in Kopenhagen", sage Michael Winkler.
Eine der stärksten Währungen der letzten Woche sei das Britische Pfund gewesen. Im 12-Monats-Vergleich habe das Britische Pfund gegenüber dem Euro um 5 Prozent zugelegt. Der Grund dafür seien die robusten Wirtschaftsdaten auf der Insel. Nach einem positiven Jahresauftakt zeichne sich für 2014 ein Wirtschaftswachstum von 2,5 bis 3 Prozent ab. Damit werde die britische Wirtschaft ihr Vorkrisenniveau von Anfang 2008 wieder überschreiten.
Weniger aussichtsreich als bei den Briten sei die Währungsentwicklung in der Schweiz einzuschätzen: "Da die Schweizer Notenbank den Schweizer Franken eng an den Euro gekoppelt hat, gibt es trotz guter Konjunkturdaten in den nächsten Monaten kaum Chancen auf einen nachhaltigen Anstieg der Schweizer Währung."
Winkler setze bereits seit längerem auf eine gezielte Beimischung von Fremdwährungen und das aktuelle Marktumfeld gebe ihm Recht. Der Anlagestratege ziehe sogar eine Aufstockung der entsprechenden Positionen in Erwägung: "Dabei werde ich meinem Favoriten - dem US-Dollar - sicherlich treu bleiben." (11.06.2014/alc/a/a)


