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EZB: Zinssatz für Einlagefazilität gesenkt
06.06.24 15:00
State Street Global Advisors
Boston (www.anleihencheck.de) - Wie allgemein erwartet, hat der EZB-Rat auf seiner heutigen Sitzung den Zinssatz für die Einlagefazilität um 25 Basispunkte auf 3,75 Prozent gesenkt, so Des Lawrence, Senior Investment Strategist bei State Street Global Advisors.
Der Schritt sei deutlich signalisiert worden, und die Märkte würden sich nun auf Hinweise zur Anzahl und den Zeitpunkten weiterer Zinssenkungen bis zum Jahresende konzentrieren. Präsidentin Lagarde werde ein Gleichgewicht anstreben, das die übermäßigen Zinssenkungserwartungen, die zu Beginn des Jahres zu beobachten gewesen seien, abschwäche, aber auch den anhaltend restriktiven politischen Kurs und die Übertragungseffekte anerkenne.
Obwohl die Inflationserwartungen nach wie vor recht fest verankert seien, seien die jüngsten harten Daten nicht gerade hilfreich für diejenigen gewesen, die eine eher dovishe Überzeugung vertreten würden - frühe Schätzungen für den Monat Mai hätten gezeigt, dass die Inflation stärker angestiegen sei als von den Märkten erwartet. Zugegebenermaßen handele es sich hierbei nur um einen einzigen Datenpunkt, der den allgemeinen Kurs der Zentralbank nicht in Frage stellen werde. Dennoch erinnere es die Märkte daran, dass die letzte Etappe der Inflationsbekämpfung die schwierigste sein könne - die Inflation der Dienstleistungspreise liege immer noch bei einer Jahresrate von knapp über vier Prozent.
Die EZB möchte mehr Vertrauen haben, dass sich die Inflation nachhaltig dem Zielwert annähere, wenn sie mit Zinssenkungen beginne. Es könnte etwas länger dauern, bis dieses Vertrauen so weit gestiegen sei, dass sie die Politik weiter lockern könne. Die jüngsten makroökonomischen Prognosen der EZB würden ebenfalls heute veröffentlicht und würden genau auf wesentliche Änderungen der wichtigsten Projektionen hin überprüft. In den kommenden Monaten könnten wir in eine Wartephase eintreten, aber wir rechnen mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik bis zum Jahresende, vorausgesetzt, der Disinflationstrend hält wie erwartet an, so die Experten von State Street Global Advisors. (06.06.2024/alc/a/a)
Der Schritt sei deutlich signalisiert worden, und die Märkte würden sich nun auf Hinweise zur Anzahl und den Zeitpunkten weiterer Zinssenkungen bis zum Jahresende konzentrieren. Präsidentin Lagarde werde ein Gleichgewicht anstreben, das die übermäßigen Zinssenkungserwartungen, die zu Beginn des Jahres zu beobachten gewesen seien, abschwäche, aber auch den anhaltend restriktiven politischen Kurs und die Übertragungseffekte anerkenne.
Obwohl die Inflationserwartungen nach wie vor recht fest verankert seien, seien die jüngsten harten Daten nicht gerade hilfreich für diejenigen gewesen, die eine eher dovishe Überzeugung vertreten würden - frühe Schätzungen für den Monat Mai hätten gezeigt, dass die Inflation stärker angestiegen sei als von den Märkten erwartet. Zugegebenermaßen handele es sich hierbei nur um einen einzigen Datenpunkt, der den allgemeinen Kurs der Zentralbank nicht in Frage stellen werde. Dennoch erinnere es die Märkte daran, dass die letzte Etappe der Inflationsbekämpfung die schwierigste sein könne - die Inflation der Dienstleistungspreise liege immer noch bei einer Jahresrate von knapp über vier Prozent.
Die EZB möchte mehr Vertrauen haben, dass sich die Inflation nachhaltig dem Zielwert annähere, wenn sie mit Zinssenkungen beginne. Es könnte etwas länger dauern, bis dieses Vertrauen so weit gestiegen sei, dass sie die Politik weiter lockern könne. Die jüngsten makroökonomischen Prognosen der EZB würden ebenfalls heute veröffentlicht und würden genau auf wesentliche Änderungen der wichtigsten Projektionen hin überprüft. In den kommenden Monaten könnten wir in eine Wartephase eintreten, aber wir rechnen mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik bis zum Jahresende, vorausgesetzt, der Disinflationstrend hält wie erwartet an, so die Experten von State Street Global Advisors. (06.06.2024/alc/a/a)


