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EZB-Zinsentscheidung: Kleineres Kaliber statt großer Bazooka
07.06.19 10:00
M&G Investments
London (www.anleihencheck.de) - Dr. Wolfgang Bauer, Fondsmanager im Anleiheteam bei M&G, kommentiert die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank vom 6. Mai.
EZB-Präsident Mario Draghi habe am Donnerstag nicht seine sprichwörtliche große Bazooka gezückt, sondern sich auf ein kleineres Kaliber beschränkt. Zugegeben, die Aussicht auf Zinserhöhungen in der Eurozone sei weiter nach hinten verschoben worden, womit Zinsen in der Eurozone bis mindestens Mitte 2020 auf dem gegenwärtigen ultra-niedrigen Niveau verharren würden. Aber, um ehrlich zu sein, diese Ankündigung sei wenig überraschend gekommen. Der Kollaps der Rendite auf deutsche Staatsanleihen in den vergangenen Wochen habe ja signalisiert, dass sich die Märkte nicht um mögliche Zinserhöhungen sorgen würden, sondern ganz im Gegenteil eine weitere Zinssenkung als wahrscheinlicher erachten würden.
Auch die am 6. Mai vorgestellten Details des TLTRO-III-Programms seien etwas hinter den - zugegebenermaßen wohl zu optimistischen - Erwartungen einiger Marktteilnehmer zurückgeblieben, die damit gerechnet hätten, dass die neue TLTRO-Runde europäischen Banken noch großzügigere Konditionen gewähren würde als die vergangene. Dennoch, auch wenn die EZB gestern nicht ganz so weit gegangen sei, wie einige dies wohl erwarten hätten, so zeige doch die Auflage von TLTRO-III wieder einmal deutlich, dass die EZB die Sorgen europäischer Banken ernst nehme und bereit sei, bis auf weiteres äußerst akkommodierend zu agieren, was Investoren im europäischen Bankensektor doch ein wenig beruhigen sollte. (Ausgabe vom 06.06.2019) (07.06.2019/alc/a/a)
EZB-Präsident Mario Draghi habe am Donnerstag nicht seine sprichwörtliche große Bazooka gezückt, sondern sich auf ein kleineres Kaliber beschränkt. Zugegeben, die Aussicht auf Zinserhöhungen in der Eurozone sei weiter nach hinten verschoben worden, womit Zinsen in der Eurozone bis mindestens Mitte 2020 auf dem gegenwärtigen ultra-niedrigen Niveau verharren würden. Aber, um ehrlich zu sein, diese Ankündigung sei wenig überraschend gekommen. Der Kollaps der Rendite auf deutsche Staatsanleihen in den vergangenen Wochen habe ja signalisiert, dass sich die Märkte nicht um mögliche Zinserhöhungen sorgen würden, sondern ganz im Gegenteil eine weitere Zinssenkung als wahrscheinlicher erachten würden.
Auch die am 6. Mai vorgestellten Details des TLTRO-III-Programms seien etwas hinter den - zugegebenermaßen wohl zu optimistischen - Erwartungen einiger Marktteilnehmer zurückgeblieben, die damit gerechnet hätten, dass die neue TLTRO-Runde europäischen Banken noch großzügigere Konditionen gewähren würde als die vergangene. Dennoch, auch wenn die EZB gestern nicht ganz so weit gegangen sei, wie einige dies wohl erwarten hätten, so zeige doch die Auflage von TLTRO-III wieder einmal deutlich, dass die EZB die Sorgen europäischer Banken ernst nehme und bereit sei, bis auf weiteres äußerst akkommodierend zu agieren, was Investoren im europäischen Bankensektor doch ein wenig beruhigen sollte. (Ausgabe vom 06.06.2019) (07.06.2019/alc/a/a)


