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EZB: Weitere Zinssenkung im Oktober erwartet
08.10.24 09:52
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im September ist die Inflationsrate in der Eurozone überraschend deutlich auf 1,8% gesunken und lag damit erstmals seit über drei Jahren unterhalb der Zielvorgabe der EZB, so die Analysten der DekaBank.
Allerdings habe dies erneut vornehmlich an der Energiekomponente gelegen. Die für die Geldpolitik ebenfalls wichtige Kernrate habe nur minimal auf 2,7% nachgegeben. Da sich zuletzt die Frühindikatoren für die Konjunkturentwicklung eingetrübt hätten, habe die EZB-Vorsitzende Lagarde in Kommentaren durchblicken lassen, dass bereits auf dem kommenden EZB-Zinsentscheid im Oktober eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte (Bp) anstehen könnte.
Die Analysten würden neben diesem Schritt auch im Dezember eine erneute Senkung um 25 BP erwarten. Danach würden sie im Quartalsrhythmus mit Leitzinssenkungen rechnen, bis der Einlagensatz Ende 2025 ein Niveau von 2,0% erreicht habe. Demgegenüber würden schnellere Zinsschritte oder eine Lockerung bis in den expansiven Bereich nach Erachten der Analysten voraussetzen, dass eine steigende Arbeitslosigkeit dämpfend auf die Entwicklung von Löhnen und Preisen wirke. (Ausgabe Oktober 2024) (08.10.2024/alc/a/a)
Allerdings habe dies erneut vornehmlich an der Energiekomponente gelegen. Die für die Geldpolitik ebenfalls wichtige Kernrate habe nur minimal auf 2,7% nachgegeben. Da sich zuletzt die Frühindikatoren für die Konjunkturentwicklung eingetrübt hätten, habe die EZB-Vorsitzende Lagarde in Kommentaren durchblicken lassen, dass bereits auf dem kommenden EZB-Zinsentscheid im Oktober eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte (Bp) anstehen könnte.
Die Analysten würden neben diesem Schritt auch im Dezember eine erneute Senkung um 25 BP erwarten. Danach würden sie im Quartalsrhythmus mit Leitzinssenkungen rechnen, bis der Einlagensatz Ende 2025 ein Niveau von 2,0% erreicht habe. Demgegenüber würden schnellere Zinsschritte oder eine Lockerung bis in den expansiven Bereich nach Erachten der Analysten voraussetzen, dass eine steigende Arbeitslosigkeit dämpfend auf die Entwicklung von Löhnen und Preisen wirke. (Ausgabe Oktober 2024) (08.10.2024/alc/a/a)


