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EZB: Weichenstellung hin zu einer weniger expansiven Geldpolitik
04.02.22 09:45
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die letzten Tage hatten es daten- und nachrichtenseitig in sich, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.
Während am Mittwoch noch die anhaltend hohen Eurozone-Inflationsdaten vom Markt hätten verdaut werden müssen, so sei per gestern dann die EZB im Fokus gestanden. Präsidentin Lagarde sei zwar bei der prinzipiellen Einschätzung geblieben, wonach die aktuell hohe Teuerung auf vorübergehenden Faktoren beruhe. Die Ansage von heuer unveränderten Leitzinsen sei aber fallengelassen und vom Markt als eine Weichenstellung hin zu einer weniger expansiven Geldpolitik gewertet worden. Nach Meinung der Analysten der Raiffeisen Bank International AG zeichne sich folgende Strategie ab: Einerseits würden früher oder später die Leitzinsen angehoben und die Negativzinspolitik beendet. Andererseits bleibe die Notenbank am Anleihemarkt aufgrund des akkumulierten Volumens und der anhaltenden Reinvestition ein dominanter Faktor. Im Zuge der jüngsten Nachrichtenlage hätten 10-jährige deutsche Staatsanleiherenditen mit +0,15% das höchste Level seit dem März 2019 erklommen. Der EUR habe etwas mehr als 1% zum USD gewonnen. (04.02.2022/alc/a/a)
Während am Mittwoch noch die anhaltend hohen Eurozone-Inflationsdaten vom Markt hätten verdaut werden müssen, so sei per gestern dann die EZB im Fokus gestanden. Präsidentin Lagarde sei zwar bei der prinzipiellen Einschätzung geblieben, wonach die aktuell hohe Teuerung auf vorübergehenden Faktoren beruhe. Die Ansage von heuer unveränderten Leitzinsen sei aber fallengelassen und vom Markt als eine Weichenstellung hin zu einer weniger expansiven Geldpolitik gewertet worden. Nach Meinung der Analysten der Raiffeisen Bank International AG zeichne sich folgende Strategie ab: Einerseits würden früher oder später die Leitzinsen angehoben und die Negativzinspolitik beendet. Andererseits bleibe die Notenbank am Anleihemarkt aufgrund des akkumulierten Volumens und der anhaltenden Reinvestition ein dominanter Faktor. Im Zuge der jüngsten Nachrichtenlage hätten 10-jährige deutsche Staatsanleiherenditen mit +0,15% das höchste Level seit dem März 2019 erklommen. Der EUR habe etwas mehr als 1% zum USD gewonnen. (04.02.2022/alc/a/a)


