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EZB: Überprüfung der Strategie im Fokus
10.01.20 15:49
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Wir sind weiterhin der Auffassung, dass die EZB b.a.w. keinen Kurswechsel vornehmen wird und ihr Augenmerkt auf die Überprüfung der EZB-Strategie ausrichten wird, die bis zum Jahresende 2020 abgeschlossen sein dürfte, so die Analysten der National-Bank AG.
Auch wenn eine ergebnisoffene Diskussion in Aussicht gestellt werde, folge die Geldpolitik in Europa letztlich nicht der akademischen Vernunft, sondern dem politischem Kräftespiel der Mitgliedsstaaten. Die Heterogenität der Meinungen und Vorschläge belege hier bei, dass es eine gemeinsame geldpolitische Linie in Europa nicht gebe: Je weniger es also gelinge, eine gemeinsame Zielfunktion zu legitimieren, desto eher dürfte das nationale Interessenkalkül beherrschend bleiben. Mit Blick auf die Dominanz der Interessen der Länder mit stabilitätspolitischen Problemen bleibe es daher für die Analysten schwer vorstellbar, dass die Ergebnisse einen grundlegenden Kurswechsel bewirken würden.
Die Corporate Spreads seien - gemessen am fünfjährigen Markit-iTraxx-Europe - zuletzt wieder gesunken und hätten bei unter 45 Basispunkten notiert. Der sich festigende etwas robustere konjunkturelle Ausblick für das Euroland in Verbindung mit der Fortsetzung des ultraexpansiven geldpolitischen Kurses sollte bewirken, dass der Abwärtstrend der Risikoprämien erhalten bleibe. Die nächste Zielgröße bleibe die Marke von 40 Basispunkten. (10.01.2020/alc/a/a)
Auch wenn eine ergebnisoffene Diskussion in Aussicht gestellt werde, folge die Geldpolitik in Europa letztlich nicht der akademischen Vernunft, sondern dem politischem Kräftespiel der Mitgliedsstaaten. Die Heterogenität der Meinungen und Vorschläge belege hier bei, dass es eine gemeinsame geldpolitische Linie in Europa nicht gebe: Je weniger es also gelinge, eine gemeinsame Zielfunktion zu legitimieren, desto eher dürfte das nationale Interessenkalkül beherrschend bleiben. Mit Blick auf die Dominanz der Interessen der Länder mit stabilitätspolitischen Problemen bleibe es daher für die Analysten schwer vorstellbar, dass die Ergebnisse einen grundlegenden Kurswechsel bewirken würden.
Die Corporate Spreads seien - gemessen am fünfjährigen Markit-iTraxx-Europe - zuletzt wieder gesunken und hätten bei unter 45 Basispunkten notiert. Der sich festigende etwas robustere konjunkturelle Ausblick für das Euroland in Verbindung mit der Fortsetzung des ultraexpansiven geldpolitischen Kurses sollte bewirken, dass der Abwärtstrend der Risikoprämien erhalten bleibe. Die nächste Zielgröße bleibe die Marke von 40 Basispunkten. (10.01.2020/alc/a/a)


