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EZB-Stresstest stärkt Strategie mit CoCo-Anleihen


30.10.14 10:38
Swisscanto

Zürich (www.anleihencheck.de) - Die Ergebnisse des Banken-Stresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) haben keine negativen Überraschungen zutage gebracht, so die Experten von Swisscanto.

Die ermittelten Fehlbeträge beim Eintreten eines ungünstigen Szenarios würden sich im Rahmen der allgemeinen Markterwartungen bewegen. Positiv sei die Tatsache, dass keine systemrelevante Bank in der Eurozone zu den "durchgefallenen" Kandidaten zähle.

"Gerade für die relativ junge Anlageklasse der CoCo-Anleihen war der Asset Quality Review der EZB wichtig. Denn die mit den Resultaten einhergehende Transparenz führt dazu, dass sich alle Marktteilnehmer ein besseres Bild von der Krisenanfälligkeit einzelner Banken machen können. Die Ergebnisse zeigen, dass die Reduktion der Risiken, welche durch die Basel-III-Vorschriften vorgegeben wird, in der Umsetzungsphase ist. Diese Entwicklung stärkt in der Summe die Investitionsthese für CoCo-Anleihen und die entsprechende Anlagestrategie", so Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Invest CoCo H.

Die Emissionstätigkeit für CoCo-Anleihen im Sommer könne als ruhig bezeichnet werden. Gegen Ende des dritten Quartals habe der Markt etwas Fahrt aufgenommen. Die prominenten Emittenten hätten Banco Santander, UniCredit und Crédit Agricole geheißen. Zusätzlich sei bei der HSBC eine große Tätigkeit zu erkennen gewesen. Auch die schwedische Nordea Bank habe ein erfolgreiches CoCo-Anleihen-Debüt im Umfang von 3 Milliarden US-Dollar gegeben.

"In Erwartung des EZB-Stresstests schwächte sich die Emissionstätigkeit zu Beginn des vierten Quartals ab. Die nun offiziellen Ergebnisse sind positiv für den Kreditmarkt und dürften auf den Emissionsmarkt anregend wirken. Wir sollten demnach wieder eine vermehrte Emissionstätigkeit sehen. Insbesondere schwedische und holländische Banken stehen in den Startlöchern, um CoCo-Anleihen zu platzieren", sage Björk. Umso mehr neue Emittenten CoCo-Anleihen begeben würden, desto besser sei es für die Investoren. Denn zur Strategie der Fondsgesellschaft der Schweizer Kantonalbanken gehöre es, eine breite Diversifikation umzusetzen. (30.10.2014/alc/a/a)