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EZB-Sitzung vom 16. Dezember: Keine Zinserhöhung in 2022 erwartet
17.12.21 15:15
Hamburg Commercial Bank
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die EZB machte deutlich, dass sie an ihrem Kurs festhalten wird, die Zinsen im nächsten Jahr nicht zu erhöhen, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank
Dies sei mit der Ankündigung kommuniziert worden, dass das APP-Ankaufprogramm mindestens bis Ende 2022 fortgesetzt werde. Denn die Forward Guidance besage: Zinserhöhungen erst nach dem Ende der Asset-Käufe. Die Nettoankäufe im Rahmen des PEPP würden bald enden, aber die Reinvestitionen würden bis Ende 2024 fortgesetzt und eine Reaktivierung der Nettokäufe sei möglich, womit den Märkten signalisiert werden solle, dass es keinen Raum für Spekulationen auf höhere Spreads in der Peripherie gebe.
Die Entscheidung, die gesamten Ankäufe von Vermögenswerten ohne Klippen-Effekt zu reduzieren, ergebe sich aus der Kombination der schrittweisen Beendigung des PEPP-Programms und einer Verdoppelung des kleineren APP-Programms im zweiten Quartal 2022, das dann in den dann folgenden Quartalen reduziert werde, wobei die Option bestehe, die Ankäufe im Jahr 2023 fortzusetzen.
Das PEPP-Programm sei nicht tot: Fällige Anleihen im Rahmen des PEPP-Programms würden bis Ende 2024 reinvestiert, was eine Verlängerung dieser Maßnahme um ein Jahr bedeute. EZB-Präsidentin Christine Lagarde habe betont, dass die Käufe in zeitlicher Hinsicht und in Bezug auf die Anlageklassen sowie die Jurisdiktionen flexibel gehandhabt würden.
Die PEPP-Nettoankäufe könnten jederzeit reaktiviert werden: Im Fall von Marktstress könnten die Nettokäufe von Vermögenswerten im Rahmen des PEPP-Programms wieder aufgenommen werden, wenn dieser Stress mit der Pandemie zusammenhänge.
Die im Rahmen von TLTRO III geltenden Sonderkonditionen würden im Juni 2022 auslaufen (diesbezüglich keine Änderung). Die EZB werde "die angemessene Kalibrierung seines zweistufigen Systems für die Verzinsung von Reserveguthaben prüfen ( ). Möglicherweise könnte dies gewisse Erleichterungen für die Banken bringen.
Griechenland erhalte eine Quasi-Garantie: Griechenland, dessen Staatsanleihen unter dem PEPP-Programm, aber nicht unter dem APP-Programm angekauft werden könnten, sei ausdrücklich in der geldpolitischen Erklärung erwähnt worden: "Insbesondere können die Wiederanlagen ( ) des PEPP ( ) angepasst werden ( ). Dies könnte den Ankauf von durch die Hellenische Republik begebenen Anleihen umfassen, der über die Wiederanlage von Tilgungsbeträgen hinausgeht ( )."
Auf die Frage nach der restriktiveren Geldpolitik der USA und anderer Länder habe Lagarde geantwortet, dass es schwierig sei, diese Volkswirtschaften zu vergleichen, da sie sich in völlig unterschiedlichen Phasen des Konjunkturzyklus befänden und von unterschiedlichen Grundlagen ausgingen: "Wir befinden uns in unterschiedlichen Umfeldern." Damit habe Lagarde ihre Botschaft unterstrichen, dass es 2022 zu keinen Zinserhöhungen kommen werde. (17.12.2021/alc/a/a)
Dies sei mit der Ankündigung kommuniziert worden, dass das APP-Ankaufprogramm mindestens bis Ende 2022 fortgesetzt werde. Denn die Forward Guidance besage: Zinserhöhungen erst nach dem Ende der Asset-Käufe. Die Nettoankäufe im Rahmen des PEPP würden bald enden, aber die Reinvestitionen würden bis Ende 2024 fortgesetzt und eine Reaktivierung der Nettokäufe sei möglich, womit den Märkten signalisiert werden solle, dass es keinen Raum für Spekulationen auf höhere Spreads in der Peripherie gebe.
Die Entscheidung, die gesamten Ankäufe von Vermögenswerten ohne Klippen-Effekt zu reduzieren, ergebe sich aus der Kombination der schrittweisen Beendigung des PEPP-Programms und einer Verdoppelung des kleineren APP-Programms im zweiten Quartal 2022, das dann in den dann folgenden Quartalen reduziert werde, wobei die Option bestehe, die Ankäufe im Jahr 2023 fortzusetzen.
Die PEPP-Nettoankäufe könnten jederzeit reaktiviert werden: Im Fall von Marktstress könnten die Nettokäufe von Vermögenswerten im Rahmen des PEPP-Programms wieder aufgenommen werden, wenn dieser Stress mit der Pandemie zusammenhänge.
Die im Rahmen von TLTRO III geltenden Sonderkonditionen würden im Juni 2022 auslaufen (diesbezüglich keine Änderung). Die EZB werde "die angemessene Kalibrierung seines zweistufigen Systems für die Verzinsung von Reserveguthaben prüfen ( ). Möglicherweise könnte dies gewisse Erleichterungen für die Banken bringen.
Griechenland erhalte eine Quasi-Garantie: Griechenland, dessen Staatsanleihen unter dem PEPP-Programm, aber nicht unter dem APP-Programm angekauft werden könnten, sei ausdrücklich in der geldpolitischen Erklärung erwähnt worden: "Insbesondere können die Wiederanlagen ( ) des PEPP ( ) angepasst werden ( ). Dies könnte den Ankauf von durch die Hellenische Republik begebenen Anleihen umfassen, der über die Wiederanlage von Tilgungsbeträgen hinausgeht ( )."
Auf die Frage nach der restriktiveren Geldpolitik der USA und anderer Länder habe Lagarde geantwortet, dass es schwierig sei, diese Volkswirtschaften zu vergleichen, da sie sich in völlig unterschiedlichen Phasen des Konjunkturzyklus befänden und von unterschiedlichen Grundlagen ausgingen: "Wir befinden uns in unterschiedlichen Umfeldern." Damit habe Lagarde ihre Botschaft unterstrichen, dass es 2022 zu keinen Zinserhöhungen kommen werde. (17.12.2021/alc/a/a)


